Sonntag, 29. Oktober 2006

unattraktive lieblingsrestaurants

es gibt sie, diese orte wo man immer wieder hingeht, wo man sich über die einrichtung lustig machen kann und die man nicht unbedingt weiterempfiehlt.

wir haben auch so ein lieblingsrestaurant. es heißt "mimo", oder so ähnlich, irgendwo in der nähe von toms wohnung. es ist eine pizzeria mit mehreren schönheitsfehlern.
erstens, man wird nicht bedient. man muß sich von der gabel bis zum getränk alles selbst holen. zweitens, der wein. der wein kostet nicht viel, aber er kommt aus einer riesigen zwei liter flasche, die im großmarkt etwa so viel kostet wie dort ein glas. ich kann nicht behaupten, daß er absolut nicht schmeckt, aber die dekorativen weinflaschen auf dem tresen, diese ausstellungstücke, sind doch blanker hohn, wenn man dann so etwas zu trinken bekommt. drittens, die musik. alles 80ziger jahre, eine ziemlich unintalienische atmosphäre. musik, die man schon damals blöd fand, im mimo kann man sie sich noch einmal abgewöhnen. außerdem ist die einrichtung mehr als undekorativ, furchtbare plastikpflanzen ranken sich durch den raum, oder stehen im weg herum. der rest der deko beschränkt sich auf karierte tischdecken und weiße wände.

bleibt die frage: warum geht man da immer wieder hin? schlechte angewohnheit? mangel an alternativen?
vielleicht ist es ganz einfach: es hat mir dort immer geschmeckt. das essen ist nicht teuer und nicht schlecht. ich freue mich immer auf diese salzige sardellen-pizza, mit oliven, kapern und natürlich sardellen. die hat mir bis jetzt nur dort so gut geschmeckt und daß der laden eher was für normale leute ist, macht ihn mir nicht unbedingt unsympathisch. vielleicht bin ich eben auch eher normal.

für pizza-calzone habe ich eine andere lieblings-pizzeria. aber das ist eine andere geschichte.

sb

Dienstag, 24. Oktober 2006

"verlängertes wohnzimmer"





heute abend habe ich sasha bei ihrem training besucht. nicht bei dem mit den kindern, daß macht sie nachmittags, sondern bei ihrem eigenen. im dezember will sie mit manuela im "verlängerten wohnzimmer" auftreten.
noch läuft nicht alles rund, aber übung macht den meister. wenn alles fertig ist, wird es bestimmt toll.

sb

Montag, 23. Oktober 2006

Berlin Masters 2006







letztes wochenende waren wir beim berlin masters der rhythmischen sportgymnastik in berlin. allen, die sich in der rhythmischen sportgymnastik nicht so gut auskennen wie ich, sei gesagt: das ist DAS turnier in deutschland!!!
auf einzelheiten des regelwerks will ich gar nicht eingehen, nur soviel: die russen gewinnen IMMER und das ist IMMER ungerecht. im prinzip ist es so wie mit den deutschen im fußball. und die ukraine ist so etwas wie holland im fußball: sie sind natürlich viel besser, begabter und vielseitiger - aber sie gewinnen nicht.

so etwas darf man natürlich nicht laut sagen. da wird sasha böse! überhaupt, wenn es um ihren sport geht ist sie voll dabei. sie kann in tonarten schreien, von denen ich nicht einmal wußte, daß man so etwas höhren kann. überhaupt, dort schreien alle. "faaaang!", bzw. auf russisch "держаааааааааааааааааааать", das ist wichtig, denn in diesem sport muß ständig etwas gefangen, bzw. festgehalten werden.
oh ja, und als zuschauer muß man des russischen vokabulars mächtig sein. ohne russisch, kann man nicht richtig anfeuern, außerdem weiß man auch nicht, worüber sich das publikum unterhält (also wer für die russen ist) und man kann die schiedsrichter nicht beleidigen, die ja die russen immer bevorzugen!
gewonnen hat die "russin no.1" Vera Sessina natürlich alles, sowohl den mehrkampf am samstag als auch alle vier disziplinen am sonntag.

wir hatten natürlich unsere fahne dabei und haben die ukrainerinnen lautstark unterstützt, sasha am lautstärksten. am sonnatg (am zweiten tag) waren wir mit unserer fahne sogar im fernsehen, LIVE, in der ukraine, in russland, angeblich sogar in indien!

ach, ich könnte noch so viel erzählen, wer alles ein gerät verloren hat (die eine russin am sonntag gleich vier mal), die leute im publikum, die ganzen kleinen schreienden kinder und natürlich die spektakulären aktionen auf der matte! ich muß ganz ehrlich sagen: das muß man live gesehen haben. man kann sich sonst gar nicht vorstellen, wie es ist, wenn jemand ein band bis unter die hallendecke wirft und dann vier rollen vorwärts macht bevor er es fängt. man sieht es, man staunt und man möchte schreien ... "держаааааааааааааааааааать!!!"

sb

Donnerstag, 19. Oktober 2006

bvg-kontrolleure

kommen ja immer wenn's einem grad nicht paßt. aber in letzter zeit kommen sie tatsächlich ständig, beinahe täglich wird man kontrolliert. ich hab ja wegen des semestertickets nichts zu befürchten, aber meistens stehen die dann vor mir und gucken mich dumm an. ich höre musik, weiß nichts von ihrer anwesenheit und habe auch nicht bemerkt, daß die anderen schon alle ihre tickets rausgeholt haben.

letztens allerdings mußte ich hellwach sein, da hatte ich nämlich mein ticket nicht dabei (das neue-hose-leere-hosentaschen-problem). in solchen situationen fängt man an genau zu beobachten, wer die bahn betritt. leute mit kopfhöhrer im ohr sind ungefährlich, genauso frauen mit kinderwagen oder kinder und ihre begleiter überhaupt, ebenfalls meistens harmlos sind leute mit plastiktüten, je größer die tasche, desto unbedenklicher. auch ungefährlich: leute mit dem "straßenfeger", "motz", oder so; alte omas, leute mit hund, allgemein leute, die zu gut aussehen und solche, die zu schlecht aussehen.
und gefährlich sind die, die normal aussehen, keine nennenswerten dinge bei sich haben (taschen, kinder, tiere, rollstühle, rentner) und eventuell ZU ZWEIT die bahn betreten und sich dann trennen. die sind höchst-gefährlich.

und genau solche kamen. einer am einen ende des wagens und einer am anderen ende des wagens. ich stand in der mitte, es gab kein entrinnen. das einzige, was mir blieb war harmlos aussehen. wie sieht man harmlos aus? man guckt gelangweilt in der gegend herum, hört weiter musik, läßt sich nicht stören. man betet, daß die nächste station bald kommt. unauffällig guckt man wie nah die kontrolleure schon gekommen sind. man überlegt sich schon mal was man im worst case sagt, man legt sich diese oder jene ausrede zurecht, eigentlich versucht man die zeit totzuschlagen. und dann... dann steigt man an der nächsten station ganz unauffällig aus, man guckt nicht nach links und auch nicht nach rechts, egal wie fremd einem der bahnhof ist.
genauso habe ich es gemacht. birkenstraße oder so, da mußte ich aussteigen und sofort einen möglichst ortskundigen eindruck machen, denn die beiden kontrolleure sind mit mir ausgestiegen. naja, ging ja alles gut.

aber so ist die großstadt - gefährlich. besonders für leute ohne ticket.

sb

Mittwoch, 18. Oktober 2006

portugal. the man

wir waren gestern bei einem konzert. eine überraschung war, daß die sängerin gar keine sängerin ist, wie ich dachte, sondern ein typ mit vollbart. keine überraschung war hingegen, daß die typen nicht nur drogen nahmen als sie sich ihren bandnamen ausdachten, sondern ganz sicher auch vor dem konzert. sie spielten aufreizend langsam, aber angenehm. und die entstehung der homepage hat sicher auch mit drogen zu tun oder mit einem schlechten grafikprogramm (einfach mal oben auf den link klicken und angucken!).
ach ja, und ebenfalls keine überraschung: sie kommen nicht aus portugal. sondern aus alaska, aber das wußte ich schon.

sb

Sonntag, 15. Oktober 2006

fast zwei monate

sind jetzt vergangen. wenn man so lange nichts geschrieben hat, wächst der druck mit jedem tag. ständig passiert etwas, und man hat noch nicht mal die letzten monate verarbeitet.
deshalb mache ich es kurz und schmerzlos: der umzug lief trotz schwierigkeiten gut, eingerichtet sind wir auch, der kohleofen funktioniert (hab ich beim schlechten wetter schon mal getestet), beim kohle kaufen wurden wir beschissen, der gasherd bäckt knackige pizzen, der urlaub in polen war prima, auf arbeit ist alles beim alten, unter der woche wird außerdem für technische akustik gelernt und die semesterferien sind ab morgen beendet.

und echte neuigkeiten gibt's ab demnächst wieder hier.

sb