Donnerstag, 29. März 2007
Samstag, 24. März 2007
50 jahre EU
ein tolles jubiläum, und da haben wir uns gedacht, warum sollen nicht die schwächsten in unserer gesellschaft auch etwas davon haben?! und so sind wir losgezogen und haben die enten gefüttert. es war gar nicht so leicht welche zu finden, vom alex bis zu S-bellevue sind wir gelaufen, immer der spree hinterher. bei starkem wind mußten wir unser ganzes können aufbieten, um die enten mit unserem brot überhaupt zu erreichen.
unterwegs haben wir selbst vom brot auch einiges gegessen, qualitätskontrolle, versteht sich. man kann den enten ja nicht irgendetwas anbieten. es hat geschmeckt.
als wir müde waren und schon nach hause fahren wollten hatten wir glück, an der letzten brücke gab es eine ganze entenkolonie und jede menge streit im wasser.
sb
unterwegs haben wir selbst vom brot auch einiges gegessen, qualitätskontrolle, versteht sich. man kann den enten ja nicht irgendetwas anbieten. es hat geschmeckt.
als wir müde waren und schon nach hause fahren wollten hatten wir glück, an der letzten brücke gab es eine ganze entenkolonie und jede menge streit im wasser.
sb
Freitag, 23. März 2007
Donnerstag, 22. März 2007
CeBIT, Mittwoch - 3. Tag
ich bin zu hause und das ist auch gut so.
der tag fing schon toll an. wiedereinmal wollte ich schlau sein. bin schon kurz nach halb sieben an der messe gewesen, schließlich wollte ich doch "parkplatz nr. 1"! wieder nichts. normalsterbliche durften nicht rein. also mußte ich mich auf einen anderen parkplatz stellen. der war geopraphisch gesehen nicht weit entfernt vom eingang unserer halle, allerdings lag er auf der anderen seite einer 5-spurigen straße und man mußte eine brücke benutzen, um dorthin gelangen zu können. naja, es hätte schlimmer sein können und so hatte ich unglaublich viel zeit unsere schlafende halle zu besichtigen.
nachts werden die einzelnen stände von sicherheitspersonal bewacht. um ehrlich zu sein, einigen typen hätte ich durchaus auch eine kriminelle karriere zugetraut. zwei von ihnen standen sich in einem gang gegenüber und haben gerappt. jeder einen vers, dann war der andere dran. eine andere gruppe hat geraucht und vor langeweile mit den handy gespielt. arme schweine. die können sich nachts ja noch nicht mal die exponate ansehen, denn alles war demontiert.
der tag verlief ruhig, kaum interessierte besucher, dafür leute im sammel-rausch. ein junge ging herum und hat jeden aussteller gefragt, ob er werbegeschenke hat. diese kleine göre. zu gern hätte ich ihm das drei kilo schwere ausstellerverzeichnis in die hand gedrückt, oder am besten gleich zwei oder drei, aber zu mir kam er nicht.
dafür hatte ich zeit mir mal die anderen hallen anzusehen. in vielen hallen geht es um dienstleistungen oder wenigstens darum geräte zu verkaufen, vermieten, oder ähnliches. die publikumsmagnete waren natürlich die hallen mit vielen werbegeschenken und dort ging es meist um neue handys, telefonverträge, gigantische bildschirme, spielekonsolen, usw. eigentlich war das nicht beeindruckend. klar wurden neben diesen massenveranstaltungen auch geschäftskunden beraten, aber ich personlich besitze nun einmal keinen industriekonzern und einen neuen fernseher oder telefon kann ich mir nicht leisten. werbegeschenke interessieren mich auch nicht, so gesehen bietet die CeBIT nicht viel spannendes, aber einige sensationen gab es doch zu entdecken.
das beste zuerst: der 3D-drucker. ein drucker, der keine zwei-dimensionalen bilder auf papier druckt, sondern drei-dimensionale modelle aus gips. also ein komplettes schachbrett mit figuren zum beispiel, in farbe, oder ein vollbeweglicher (aufgeschnittener) otto-motor oder eben ein haus. dafür braucht er einen ganzen tag aber dafür wird das haus samt inneneinrichtung gedruckt. die kann man dann durch die fenster betrachten. ich muß davon hier unbedingt ein paar bilder veröffentlichen.
in unserer halle gab es die meisten neuheiten, schließlich war das thema der halle auch "innovation". die bundesdruckerei hatte einen ausweis mit bild, sah ganz normal aus. aber wenn der ausweis auf eine entsprechende induktionsplatte gelegt wird, dann wird er mit strom versorgt und das bild im ausweis beginnt sich zu drehen, d. h. man kann die personen von allen seite betrachten.
eine firma aus frankreich hat eine technik entwickelt zu der man nur eine herkömmliche videokamera und einen fernseher braucht. das bild der videokamera erscheint auf dem bildscirm und die software macht dann folgendes: hält man ein bestimmtes objekt vor die kamera, dann wird auf das objekt ein gegenstand o. ä. in echtzeit gerendert. das ist dann in etwa so, beispiel autokatalog: hält man die erste seite des autokatalogs unter die kamera, dann erscheint ein 3D-modell des autos auf dem prospekt (sichtbar auf dem bildschirm), also ein kleines auto steht auf dem katalog und bewegt sich entsprechend mit. auf seite zwei des katalogs erscheint dann die innenausstattung des fahrzeug, die sitze klappen runter und hoch, alles dreidimensional. auf einer anderen seite des katalogs wird statt eines dort befindlichen fotos ein video gezeigt. da guckt man und staunt.
es gab noch andere gute dinge, kann ich aber nicht alles hier aufzählen.
die rückfahrt war spannend. erst gab es schneeregen und dann nur schnee. die ganze autobahn war weiß. ab und zu lagen rechts liegengebliebene fahrzeuge. alle sind in einer langen karawane gefahren und manchmal kam ein verrückter vorbei, der meinte er müßte alle überholen. einer davon war zum beispiel ein lieferwagen, der kurz darauf quer auf der straße stand, totalschaden. die front des lieferwagens lag im prinzip im schnee verteilt, leider hat der unfall auch zwei weitere autos lahmgelegt.
beim ausladen hat mir dann sasha geholfen und die CeBIT ist für mich beendet.
sb
der tag fing schon toll an. wiedereinmal wollte ich schlau sein. bin schon kurz nach halb sieben an der messe gewesen, schließlich wollte ich doch "parkplatz nr. 1"! wieder nichts. normalsterbliche durften nicht rein. also mußte ich mich auf einen anderen parkplatz stellen. der war geopraphisch gesehen nicht weit entfernt vom eingang unserer halle, allerdings lag er auf der anderen seite einer 5-spurigen straße und man mußte eine brücke benutzen, um dorthin gelangen zu können. naja, es hätte schlimmer sein können und so hatte ich unglaublich viel zeit unsere schlafende halle zu besichtigen.
nachts werden die einzelnen stände von sicherheitspersonal bewacht. um ehrlich zu sein, einigen typen hätte ich durchaus auch eine kriminelle karriere zugetraut. zwei von ihnen standen sich in einem gang gegenüber und haben gerappt. jeder einen vers, dann war der andere dran. eine andere gruppe hat geraucht und vor langeweile mit den handy gespielt. arme schweine. die können sich nachts ja noch nicht mal die exponate ansehen, denn alles war demontiert.
der tag verlief ruhig, kaum interessierte besucher, dafür leute im sammel-rausch. ein junge ging herum und hat jeden aussteller gefragt, ob er werbegeschenke hat. diese kleine göre. zu gern hätte ich ihm das drei kilo schwere ausstellerverzeichnis in die hand gedrückt, oder am besten gleich zwei oder drei, aber zu mir kam er nicht.
dafür hatte ich zeit mir mal die anderen hallen anzusehen. in vielen hallen geht es um dienstleistungen oder wenigstens darum geräte zu verkaufen, vermieten, oder ähnliches. die publikumsmagnete waren natürlich die hallen mit vielen werbegeschenken und dort ging es meist um neue handys, telefonverträge, gigantische bildschirme, spielekonsolen, usw. eigentlich war das nicht beeindruckend. klar wurden neben diesen massenveranstaltungen auch geschäftskunden beraten, aber ich personlich besitze nun einmal keinen industriekonzern und einen neuen fernseher oder telefon kann ich mir nicht leisten. werbegeschenke interessieren mich auch nicht, so gesehen bietet die CeBIT nicht viel spannendes, aber einige sensationen gab es doch zu entdecken.
das beste zuerst: der 3D-drucker. ein drucker, der keine zwei-dimensionalen bilder auf papier druckt, sondern drei-dimensionale modelle aus gips. also ein komplettes schachbrett mit figuren zum beispiel, in farbe, oder ein vollbeweglicher (aufgeschnittener) otto-motor oder eben ein haus. dafür braucht er einen ganzen tag aber dafür wird das haus samt inneneinrichtung gedruckt. die kann man dann durch die fenster betrachten. ich muß davon hier unbedingt ein paar bilder veröffentlichen.
in unserer halle gab es die meisten neuheiten, schließlich war das thema der halle auch "innovation". die bundesdruckerei hatte einen ausweis mit bild, sah ganz normal aus. aber wenn der ausweis auf eine entsprechende induktionsplatte gelegt wird, dann wird er mit strom versorgt und das bild im ausweis beginnt sich zu drehen, d. h. man kann die personen von allen seite betrachten.
eine firma aus frankreich hat eine technik entwickelt zu der man nur eine herkömmliche videokamera und einen fernseher braucht. das bild der videokamera erscheint auf dem bildscirm und die software macht dann folgendes: hält man ein bestimmtes objekt vor die kamera, dann wird auf das objekt ein gegenstand o. ä. in echtzeit gerendert. das ist dann in etwa so, beispiel autokatalog: hält man die erste seite des autokatalogs unter die kamera, dann erscheint ein 3D-modell des autos auf dem prospekt (sichtbar auf dem bildschirm), also ein kleines auto steht auf dem katalog und bewegt sich entsprechend mit. auf seite zwei des katalogs erscheint dann die innenausstattung des fahrzeug, die sitze klappen runter und hoch, alles dreidimensional. auf einer anderen seite des katalogs wird statt eines dort befindlichen fotos ein video gezeigt. da guckt man und staunt.
es gab noch andere gute dinge, kann ich aber nicht alles hier aufzählen.
die rückfahrt war spannend. erst gab es schneeregen und dann nur schnee. die ganze autobahn war weiß. ab und zu lagen rechts liegengebliebene fahrzeuge. alle sind in einer langen karawane gefahren und manchmal kam ein verrückter vorbei, der meinte er müßte alle überholen. einer davon war zum beispiel ein lieferwagen, der kurz darauf quer auf der straße stand, totalschaden. die front des lieferwagens lag im prinzip im schnee verteilt, leider hat der unfall auch zwei weitere autos lahmgelegt.
beim ausladen hat mir dann sasha geholfen und die CeBIT ist für mich beendet.
sb
Mittwoch, 21. März 2007
Eindrücke von einer Reise in den Osten
Foto: Tillmann Reinig
Es ist fast schon ein Jahr her, als ich in Kiew war. Und es hat sich vieles verändert. Vor allem die Hoffnung von den Leuten auf ein gutes Leben. Es ist sehr schwer diese Leute zu ermutigen, wenn Du selbst im Ausland lebst...
Sie ist 35, und heißt Katja. Kommt aus einer kleinen Stadt in der West-Ukraine, Kowel, fast an der polnischen Grenze. Eine nette Frau, Krankenschwester von Beruf. Ich begegne ihr im Zug, sie kommt in mein Abteil, und fragt, ob ich Zigaretten habe. Sprich "schmuggle". "Nein, ich unterstütze keine Korruption in meinem Land", - ich antworte ehrlich und irgendwie naiv. Sie guckt etwas verwunderlich, und beginnt auf meinem Bett ihre Packungen mit Zigaretten in neuen schwarzen Männersocken einzupacken, die sie dann in verschiedene Geheimplätze in dem Abteil tut. Sie hat auch Werkzeug dabei, 3 verschiedene Schraubenzieher. Sie macht es ruhig, man kann auch sehen - sie hat es schon im Griff. Seit 5 Jahren schmuggelt sie das Zeug. Noch heute kommt sie nach Hause zurück - sie bleibt nicht in Polen, da überreicht sie das Ganze nur irgendwelchen polnischen Partnern, die es dann in Belgien, Deutschland, usw. verkaufen. Ab und zu guckt irgendwelche Frau in unser Abteil rein - ihre Freundin, oder Geschäftspartnerin.
Katja bekommt für ihre Arbeit als Krankenschwester 380 Hriwen pro Monat. Das sind umgerechnet ungefähr 60 Euro. Pro Monat. Auf meine Frage, wie viele Leute in Kowel schmuggeln, lächelt sie mich an, und sagt "Alle. Die ganze Stadt hätte nicht überleben können, wenn wir kein Polen daneben hätten!" Meine liebe Katja, wenn sie meine Sorgen um 10 Büchsen Sprottenpastete in meiner Tasche sieht, die ich für Sascha gekauft habe, sagt sie einfach, dass ich ihr gern die hälfte vom Zeug auf der Grenze geben kann. Ich mache das nicht, weil ich so wie so ihre Gespräche mit noch einem Geschäftspartner über heutige "Zollschicht" auf der polnischen und ukrainischen Seite höre. Da sind alle ihre Leute, denen sie einfach Geld geben - in der Ukraine, und auch in Polen. Bestechen. Weil ihre Familien sonst evntl verhungern würden.
Als der Zoll kommt, und tut es so, als hätte er bei uns etwas gesucht, und guckt genau nicht da, wo sie etwas versteckt hat, kann ich sehr schwer ein Lächeln verbergen. Auf der polnischen Seite fragt mich ein Mann - da er sieht, dass ich nach Berlin fahre - ob jemand im Abteil etwas versteckt hat. "Nein", ehrlich lüge ich.
Welches Recht habe ich überhaupt mit Katja darüber zu streiten, ob sie das machen darf? Katja, mit ihren 60 Euro im Monat...
Nach der Orangenen Revolution hat sich die Situation kurz verändert, eigentlich ging es ein bisschen besser. Heute hat aber Donezk und Janukowitsch (die Macht gegen deren wir in 2004 demonstriert haben) wieder den ganzen Machtapparat im Griff. Ihre Leute sind im Zoll auf Leitungspositionen, und überall. Das Parlament beschäftigt sich nur damit, irgendwelche wichtige Entscheidungen treffen können damit es ihren Geschäften noch besser geht, eine "lobby-arbeit" ist voll im Gang. Und das ist in der Zeit, wenn 25% der Ukrainer unter der Armutgrenze lebt. In dem Land, dass mehrere Milliardäre in der Forbes-Liste hat, und viele Millionäre im Parlament!
Es gehen Gerüchte in Kiew, dass es im Mai eine neue Revolution geben wird. So ein "Marsch der Gerechtigkeit". Wir haben immer noch eine Hoffnung, dass unser Land irgendwann nicht nur existieren, aber auch leben wird.
Ich werde hinfahren. Auch Freunde, mit denen ich darüber gesprochen habe.
Kommst Du mit?
sl
Sie ist 35, und heißt Katja. Kommt aus einer kleinen Stadt in der West-Ukraine, Kowel, fast an der polnischen Grenze. Eine nette Frau, Krankenschwester von Beruf. Ich begegne ihr im Zug, sie kommt in mein Abteil, und fragt, ob ich Zigaretten habe. Sprich "schmuggle". "Nein, ich unterstütze keine Korruption in meinem Land", - ich antworte ehrlich und irgendwie naiv. Sie guckt etwas verwunderlich, und beginnt auf meinem Bett ihre Packungen mit Zigaretten in neuen schwarzen Männersocken einzupacken, die sie dann in verschiedene Geheimplätze in dem Abteil tut. Sie hat auch Werkzeug dabei, 3 verschiedene Schraubenzieher. Sie macht es ruhig, man kann auch sehen - sie hat es schon im Griff. Seit 5 Jahren schmuggelt sie das Zeug. Noch heute kommt sie nach Hause zurück - sie bleibt nicht in Polen, da überreicht sie das Ganze nur irgendwelchen polnischen Partnern, die es dann in Belgien, Deutschland, usw. verkaufen. Ab und zu guckt irgendwelche Frau in unser Abteil rein - ihre Freundin, oder Geschäftspartnerin.
Katja bekommt für ihre Arbeit als Krankenschwester 380 Hriwen pro Monat. Das sind umgerechnet ungefähr 60 Euro. Pro Monat. Auf meine Frage, wie viele Leute in Kowel schmuggeln, lächelt sie mich an, und sagt "Alle. Die ganze Stadt hätte nicht überleben können, wenn wir kein Polen daneben hätten!" Meine liebe Katja, wenn sie meine Sorgen um 10 Büchsen Sprottenpastete in meiner Tasche sieht, die ich für Sascha gekauft habe, sagt sie einfach, dass ich ihr gern die hälfte vom Zeug auf der Grenze geben kann. Ich mache das nicht, weil ich so wie so ihre Gespräche mit noch einem Geschäftspartner über heutige "Zollschicht" auf der polnischen und ukrainischen Seite höre. Da sind alle ihre Leute, denen sie einfach Geld geben - in der Ukraine, und auch in Polen. Bestechen. Weil ihre Familien sonst evntl verhungern würden.
Als der Zoll kommt, und tut es so, als hätte er bei uns etwas gesucht, und guckt genau nicht da, wo sie etwas versteckt hat, kann ich sehr schwer ein Lächeln verbergen. Auf der polnischen Seite fragt mich ein Mann - da er sieht, dass ich nach Berlin fahre - ob jemand im Abteil etwas versteckt hat. "Nein", ehrlich lüge ich.
Welches Recht habe ich überhaupt mit Katja darüber zu streiten, ob sie das machen darf? Katja, mit ihren 60 Euro im Monat...
Nach der Orangenen Revolution hat sich die Situation kurz verändert, eigentlich ging es ein bisschen besser. Heute hat aber Donezk und Janukowitsch (die Macht gegen deren wir in 2004 demonstriert haben) wieder den ganzen Machtapparat im Griff. Ihre Leute sind im Zoll auf Leitungspositionen, und überall. Das Parlament beschäftigt sich nur damit, irgendwelche wichtige Entscheidungen treffen können damit es ihren Geschäften noch besser geht, eine "lobby-arbeit" ist voll im Gang. Und das ist in der Zeit, wenn 25% der Ukrainer unter der Armutgrenze lebt. In dem Land, dass mehrere Milliardäre in der Forbes-Liste hat, und viele Millionäre im Parlament!
Es gehen Gerüchte in Kiew, dass es im Mai eine neue Revolution geben wird. So ein "Marsch der Gerechtigkeit". Wir haben immer noch eine Hoffnung, dass unser Land irgendwann nicht nur existieren, aber auch leben wird.
Ich werde hinfahren. Auch Freunde, mit denen ich darüber gesprochen habe.
Kommst Du mit?
sl
Dienstag, 20. März 2007
CeBIT, Dienstag - 2. Tag
6:00 uhr aufstehen ist überhaupt nicht meine welt! wenigstens bin ich dadurch der erste beim frühstück. da gibt's alles! so viel kann man gar nicht essen. sollte man auch nicht, denn am stand wird man ja auch noch verpflegt und ich habe noch essenmarken von der telekomkantine!
die besucher sind sehr verschieden, einige kommen direkt auf mich zu und stellen fragen, andere schlendern plan- und ziellos durch die ausstellung, lesen hier und gucken da. manchmal frage ich sie, ob ich ihnen etwas demonstrieren darf. meist freuen sie sich darüber.
und dann kommen die jäger und sammler! leute, die mit riesigen taschen und beuteln, teilweise selbst mitgebrachte herumlaufen und alles einsammeln, was nicht niet- und nagelfest ist. egal, was es ist und ob sie wissen wie man es benutzt, oder ob sie es gebrauchen können - es wird mitgenommen! einer stand bei mir am tisch und hat sich gleich fünf schlüsselanhänger genommen, der hätte auch noch mehr eingepackt, aber ich habe ihn dann schon böse angesehen. sein argument war, daß er drei kinder hat und eine frau und einer ist für ihn selbst. naja, zum glück hatte er nicht acht kinder.
abends habe ich dann das mietauto für den rücktransport abgeholt und wollte schlau sein indem ich es sofort auf den parkplatz stelle, damit ich am nächsten tag den besten platz habe. pustekuchen! alles war abgesperrt, ich kam nirgends rein.
gut, habe ich mir gesagt, dann fahre ich eben zurück zum hotel, den weg kenne ich ja, mit dem bus bin ich ja schon dreimal gefahren. dummerweise waren auf der autobahn alle abfahrten gesperrt. es wurden sogar beide fahrrichtungen genutzt um den verkehr wegzuleiten, also insgesamt 6 spuren! ich kam da einfach nicht raus und mußte irgendwohin fahren, wohin ich gar nicht wollte. da ich auch nur so eine kleine straßenkarte für touristen hatte, war ich natürlich ganz schnell aus der karte geraten und war gefangen in einem labyrinth aus autobahnen und wegweisern: frankfurt, hamburg, dortmund, berlin - ich hatte die große auswahl.
irgendwann war ich soweit draußen, daß man die autobahn wieder verlassen durfte. an der erstbesten tankstelle habe ich mich erkundigt, wo ich war und wie ich zurückkomme.
sb
die besucher sind sehr verschieden, einige kommen direkt auf mich zu und stellen fragen, andere schlendern plan- und ziellos durch die ausstellung, lesen hier und gucken da. manchmal frage ich sie, ob ich ihnen etwas demonstrieren darf. meist freuen sie sich darüber.
und dann kommen die jäger und sammler! leute, die mit riesigen taschen und beuteln, teilweise selbst mitgebrachte herumlaufen und alles einsammeln, was nicht niet- und nagelfest ist. egal, was es ist und ob sie wissen wie man es benutzt, oder ob sie es gebrauchen können - es wird mitgenommen! einer stand bei mir am tisch und hat sich gleich fünf schlüsselanhänger genommen, der hätte auch noch mehr eingepackt, aber ich habe ihn dann schon böse angesehen. sein argument war, daß er drei kinder hat und eine frau und einer ist für ihn selbst. naja, zum glück hatte er nicht acht kinder.
abends habe ich dann das mietauto für den rücktransport abgeholt und wollte schlau sein indem ich es sofort auf den parkplatz stelle, damit ich am nächsten tag den besten platz habe. pustekuchen! alles war abgesperrt, ich kam nirgends rein.
gut, habe ich mir gesagt, dann fahre ich eben zurück zum hotel, den weg kenne ich ja, mit dem bus bin ich ja schon dreimal gefahren. dummerweise waren auf der autobahn alle abfahrten gesperrt. es wurden sogar beide fahrrichtungen genutzt um den verkehr wegzuleiten, also insgesamt 6 spuren! ich kam da einfach nicht raus und mußte irgendwohin fahren, wohin ich gar nicht wollte. da ich auch nur so eine kleine straßenkarte für touristen hatte, war ich natürlich ganz schnell aus der karte geraten und war gefangen in einem labyrinth aus autobahnen und wegweisern: frankfurt, hamburg, dortmund, berlin - ich hatte die große auswahl.
irgendwann war ich soweit draußen, daß man die autobahn wieder verlassen durfte. an der erstbesten tankstelle habe ich mich erkundigt, wo ich war und wie ich zurückkomme.
sb
Montag, 19. März 2007
CeBIT, Montag - 1. Tag
gestern bin ich hier in hannover angekommen. am bahnhof war hauen und stechen, so viele leute. ich bin dann zum hotel, mehrmals umsteigen, laufen, gefunden. ich habe ein einzelzimmer mit fernseher, kühlschrank, usw. leider gibt es hier in der gegend nichts. einfach nichts. und dabei hatte ich solchen hunger. ich mußte ziemlich weit laufen für einen bounty, einen twix und zwei mars.
heute morgen ging es dann zur messe. ich hatte keine zeit um herumzulaufen und mir alles anzusehen, obwohl bei mir am stand auch nicht so viel los war. ich präsentiere dort zwei forschungsprojekte. zum einen eine intelligente handy-kamera-lupe, bei der man sein handy (mit kamera) dazu benutzt sich einen stadtplan anzusehen (z. b. an der bushaltestelle) und das handy sagt dann zu welchen gebäuden auf der karte es informationen aus wikipedia herunterladen kann. das andere ich eine binaurale simulation, d. h. verschiedene schallquellen werden virtuelle im raum platziert und können dann mit einem kopfhöhrer geortet werden, z. b. könnte man bei einer telefonkonferenz die teilnehmer beliebig um einen herum positionieren und man hat keine schwierigkeiten zu verfolgen, wer wann spricht.
nach der messe war ich gleich beim supermarkt um mich ordentlich zu versorgen, jetzt habe ich alles, was ich brauche. nur auf meine tageszeitung muß ich hier verzichten.
sb
heute morgen ging es dann zur messe. ich hatte keine zeit um herumzulaufen und mir alles anzusehen, obwohl bei mir am stand auch nicht so viel los war. ich präsentiere dort zwei forschungsprojekte. zum einen eine intelligente handy-kamera-lupe, bei der man sein handy (mit kamera) dazu benutzt sich einen stadtplan anzusehen (z. b. an der bushaltestelle) und das handy sagt dann zu welchen gebäuden auf der karte es informationen aus wikipedia herunterladen kann. das andere ich eine binaurale simulation, d. h. verschiedene schallquellen werden virtuelle im raum platziert und können dann mit einem kopfhöhrer geortet werden, z. b. könnte man bei einer telefonkonferenz die teilnehmer beliebig um einen herum positionieren und man hat keine schwierigkeiten zu verfolgen, wer wann spricht.
nach der messe war ich gleich beim supermarkt um mich ordentlich zu versorgen, jetzt habe ich alles, was ich brauche. nur auf meine tageszeitung muß ich hier verzichten.
sb
Donnerstag, 15. März 2007
auf arbeit
war heute stromausfall. das war mal was neues, denn sonst ist ja immer feueralarm und dann funktionieren die fahrstühle nicht und so weiter. seltsamerweise haben die fahrstühle beim stromausfall problemlos gearbeitet. verkehrte welt.
mein vertrag wurde um sechs monate verlängert, danach mache ich hier meine magisterarbeit. im april fängt hier noch eine diplomantin an, mit der ich zusammenarbeiten werde. prinzipiell geht es immer noch um den "ball auf dem stock", allerdings habe ich in letzter zeit immer mehr mit physikalisch-mechanischen fragestellungen zu kämpfen, also falls mir zufällig jemand den Lagrange-formalismus nahebringen kann, nur zu!
ab sonntag bin ich für drei tage auf der CeBIT in hannover. mal sehen wie das wird und ob ich etwas spannendes berichten kann. ich springe dort für zwei kollegen ein. das heißt meine anwesenheit ist eher ein alibi, denn so richtig erklären kann ich die exponate wahrscheinlich nicht. interessant wird's trotzdem.
mein vertrag wurde um sechs monate verlängert, danach mache ich hier meine magisterarbeit. im april fängt hier noch eine diplomantin an, mit der ich zusammenarbeiten werde. prinzipiell geht es immer noch um den "ball auf dem stock", allerdings habe ich in letzter zeit immer mehr mit physikalisch-mechanischen fragestellungen zu kämpfen, also falls mir zufällig jemand den Lagrange-formalismus nahebringen kann, nur zu!
ab sonntag bin ich für drei tage auf der CeBIT in hannover. mal sehen wie das wird und ob ich etwas spannendes berichten kann. ich springe dort für zwei kollegen ein. das heißt meine anwesenheit ist eher ein alibi, denn so richtig erklären kann ich die exponate wahrscheinlich nicht. interessant wird's trotzdem.
if you snooze, you lose
8:00, 8:10, 8:45, 9:30, 9:45, 9:55, aufstehen.
frühes aufstehen führt zu dauer-jetlag! (spiegel.de) - sagt Till Roenneberg vom IMP München und das sage ich ja auch! nur auf mich hört keiner.
frühes aufstehen führt zu dauer-jetlag! (spiegel.de) - sagt Till Roenneberg vom IMP München und das sage ich ja auch! nur auf mich hört keiner.
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