Dienstag, 12. Dezember 2006

Monotonix

kennt ihr Barry aus dem Film High Fidelity? so einen typ durfte ich gestern kennenlernen.
eigentlich war ich zum Thermals-Konzert ins Lido gekommen. es waren erstaunlich viele leute da, so viele hatte ich der band gar nicht zugetraut. prima! jedenfalls fing irgendwann die vorband an zu spielen.
und die musik klang wie krieg. ohne vorwarnung wurde gespielt so laut es ging, ich hätte meine bier-flasche fast fallen gelassen. aber man gewöhnt sich ja an alles. und dann kam er, Barry. der sänger der band. er heißt natürlich in wirklichkeit nicht Barry, aber nennen wir ihn einmal so...
Barry kam in einem etwas zu großen T-shirt daher, trägt einen spärlichen vollbart mit einigen grauen haaren drin und benimmt sich original so wie der Barry aus dem film. ein extrovertierter prolet, der hemmungslos schreit, stöhnt, grunzt und singt, der mineralwasserwolken ins publikum spuckt, heftig tanzt, durchs publikum irrt, auf den knien läuft, das bühnengestell hochklettert, mit frauen aus dem publikum tanzt, oder mit männern, und einfach spaß macht. mir jedenfalls. die musik krachte rhythmisch nebenher und zum schluß hat der schlagzeuger sein schlagzeug im publikum verteilt und ist mit der letzten verbliebenen trommel auf die bar geklettert und hat das konzert dort zu ende getrommelt.
Monotonix nennt sich das ganze, kommt aus israel und wer mal lust auf ein echtes erlebnis-konzert hat, sollte sich das nicht entgehen lassen. übrigens gibt's auf der homepage songs kostenlos und ein paar konzertvideos (da übernimmt das publikum die instrumente).

sb

Mittwoch, 6. Dezember 2006

ToDo-List

- lohnsteuerkarte 2007 besorgen
- mietkaution an alten vermieter zurückzahlen
- neuen ausweis machen lassen
- SuperCollider und Csound lernen
- TA-buch lesen
- cathy und umed schreiben
- ascheeimer runterbringen
- kühlschrank reparieren
- zur bank gehen
- ticket für the thermals besorgen

sb

Freitag, 24. November 2006

Emergenza

gestern abend war ich beim emergenza festival. das ist der größte konzertveranstalter für ungesignte bands. die spielen so eine art turnier, mit mehreren abenden in städten auf der ganzen welt. in berlin fangen die bands im knaack-club an, wer eine runde weiterkommt spielt im mai im SO36 und das finale ist dann im postbahnhof. der gewinner fährt zum taubertalfestival und darf dort wahrscheinlich zum frühstück spielen.
jedenfalls hat andreas gestern dort gespielt und ist jetzt im halbfinale im SO36 dabei. der erste platz ging gestern an eine schülerband. da im publikum per handzeichen abgestimmt wurde und die kleinen ihre freunde und ganz viele eltern und lehrer dabeihatten waren sie im vorteil. an den instrumenten waren sie gut, aber sie konnten nicht singen und wenn sie gesungen haben, dann jedenfalls nicht ins mikrofon.
die erste band hatte eine schwangere tänzerin mitgebracht. die hat dann vor der bühne vorgetanzt, ganz allein und ziemlich - ich sage mal "originell".
bei der zweiten band waren es dann schon 4 mädchen, die getanzt haben. bei den kleinen jungs war es eine ganze schulklasse, wahrscheinlich der leistungskurs musik.
nach andreas bin ich an die bar gegangen, bier trinken. deshalb kann ich über den weiteren verlauf des abends nicht viel berichten. außer, daß neben den absoluten amateuren auch ein paar erfolglose halbprofis dabeiwaren. die sind auch weitergekommen. wahrscheinlich stehen die schon zum 10. mal im halbfinale.

und sonst so? sashas mama ist bei uns zu besuch und fühlt sich hoffentlich wohl. wir versuchen ihr so viel wie möglich in den sechs tagen zu zeigen, aber ich glaube sie weiß schon alles - sie liest alles was sie in die finger bekommt )sofern es auf russisch ist) und versorgt sich so mit fakten, daß man höllisch aufpassen muß, daß man nichts falsches erzählt. denn seien wir doch mal ehrlich - das meiste was man besuchern über berlin erzählt ist doch halbwissen, so richtig ahnung hat doch hier keiner. :-)

sb

Freitag, 17. November 2006

kunstkopf

die ganze letzte woche habe ich mich mit einem thema herumgeschlagen: kunstkopfstereophonie. darüber sollte ich nämlich ein referat halten.
darüber findet man eine ganze menge blödsinn und halbwissen im internet, unter dem englischen begriff "binaural sound" sogar noch viel mehr. ich will hier niemanden mit technischen einzelheiten langweilen, nur soviel: laßt euch nicht erzählen ihr braucht das! ich meine CDs, die mit dieser technik aufgenommen wurden.

ein kunstkopf ist eine nachbildung einen menschlichen kopfes mit zwei mikrofonen in den ohren. es wird also genau das aufgenommen, was ein mensch hört, der beispielsweise ein klassisches konzert besucht. dadurch wird eine beeindruckende räumliche klarheit erzeugt, die ein stereo-panorama bei weitem übertrifft.
ABER das funktioniert natürlich nur wenn man sich die sache mit einem kopfhöhrer anhört, denn was am linken ohr aufgenommen wurde, darf natürlich bei der wiedergabe auch nur in das linke ohr hinein! bei der wiedergabe mit lautsprechern hört das linke ohr ja sowohl den linken als auch den rechten lautsprecher, was den ganzen effekt zunichte macht. im gegenteil, eine kunstkopf-aufnahme klingt über lautsprecher niemals so gut wie eine stereo-aufnahme.
also, vorsicht bei "binaural sound recording", es sei denn ihr habt vor euch das zeug ausschließlich mit kopfhöhrern anzuhören.

sb

Dienstag, 14. November 2006

Karow

wenn man bei ebay einrichtungsgegenstände kauft und sie selbst abholt um porto zu sparen lernt man die seltsamsten leute kennen. und auch seltsame orte. berlin-karow ist so ein ort. gestern war ich 2,5 stunden wegen zweier nachttischlampen unterwegs. und das lag nicht nur daran, daß karow am arsch der welt liegt, sondern vor allem auch an der bemerkenswerten adresse: straße 67, nummer 35c.
straße 67 liegt an der kreuzung von straße 52, straße 43 und straße 58. kein problem. theoretisch ist es ja egal wie die straßen heißen, aber es ist auf seltsame art und weise schwer sich zu orientieren, wenn auch noch alle straße durcheinander nummeriert sind.
und so ist es auch nicht überraschend, daß sich haus 35 direkt zwischen 21 und 37 befindet. und natürlich nicht in straße 67, sondern in einem kleinen privatweg daneben.

sb

Dienstag, 7. November 2006

"A Day In The Life"

feuer machen. zeitung lesen. lernen mit christian und flo. s-bahn. post holen. borschtsch essen. rote grütze mit vanillesauce im kino. film gucken. McDonald's. schatz.

sb

Sonntag, 29. Oktober 2006

unattraktive lieblingsrestaurants

es gibt sie, diese orte wo man immer wieder hingeht, wo man sich über die einrichtung lustig machen kann und die man nicht unbedingt weiterempfiehlt.

wir haben auch so ein lieblingsrestaurant. es heißt "mimo", oder so ähnlich, irgendwo in der nähe von toms wohnung. es ist eine pizzeria mit mehreren schönheitsfehlern.
erstens, man wird nicht bedient. man muß sich von der gabel bis zum getränk alles selbst holen. zweitens, der wein. der wein kostet nicht viel, aber er kommt aus einer riesigen zwei liter flasche, die im großmarkt etwa so viel kostet wie dort ein glas. ich kann nicht behaupten, daß er absolut nicht schmeckt, aber die dekorativen weinflaschen auf dem tresen, diese ausstellungstücke, sind doch blanker hohn, wenn man dann so etwas zu trinken bekommt. drittens, die musik. alles 80ziger jahre, eine ziemlich unintalienische atmosphäre. musik, die man schon damals blöd fand, im mimo kann man sie sich noch einmal abgewöhnen. außerdem ist die einrichtung mehr als undekorativ, furchtbare plastikpflanzen ranken sich durch den raum, oder stehen im weg herum. der rest der deko beschränkt sich auf karierte tischdecken und weiße wände.

bleibt die frage: warum geht man da immer wieder hin? schlechte angewohnheit? mangel an alternativen?
vielleicht ist es ganz einfach: es hat mir dort immer geschmeckt. das essen ist nicht teuer und nicht schlecht. ich freue mich immer auf diese salzige sardellen-pizza, mit oliven, kapern und natürlich sardellen. die hat mir bis jetzt nur dort so gut geschmeckt und daß der laden eher was für normale leute ist, macht ihn mir nicht unbedingt unsympathisch. vielleicht bin ich eben auch eher normal.

für pizza-calzone habe ich eine andere lieblings-pizzeria. aber das ist eine andere geschichte.

sb

Dienstag, 24. Oktober 2006

"verlängertes wohnzimmer"





heute abend habe ich sasha bei ihrem training besucht. nicht bei dem mit den kindern, daß macht sie nachmittags, sondern bei ihrem eigenen. im dezember will sie mit manuela im "verlängerten wohnzimmer" auftreten.
noch läuft nicht alles rund, aber übung macht den meister. wenn alles fertig ist, wird es bestimmt toll.

sb

Montag, 23. Oktober 2006

Berlin Masters 2006







letztes wochenende waren wir beim berlin masters der rhythmischen sportgymnastik in berlin. allen, die sich in der rhythmischen sportgymnastik nicht so gut auskennen wie ich, sei gesagt: das ist DAS turnier in deutschland!!!
auf einzelheiten des regelwerks will ich gar nicht eingehen, nur soviel: die russen gewinnen IMMER und das ist IMMER ungerecht. im prinzip ist es so wie mit den deutschen im fußball. und die ukraine ist so etwas wie holland im fußball: sie sind natürlich viel besser, begabter und vielseitiger - aber sie gewinnen nicht.

so etwas darf man natürlich nicht laut sagen. da wird sasha böse! überhaupt, wenn es um ihren sport geht ist sie voll dabei. sie kann in tonarten schreien, von denen ich nicht einmal wußte, daß man so etwas höhren kann. überhaupt, dort schreien alle. "faaaang!", bzw. auf russisch "держаааааааааааааааааааать", das ist wichtig, denn in diesem sport muß ständig etwas gefangen, bzw. festgehalten werden.
oh ja, und als zuschauer muß man des russischen vokabulars mächtig sein. ohne russisch, kann man nicht richtig anfeuern, außerdem weiß man auch nicht, worüber sich das publikum unterhält (also wer für die russen ist) und man kann die schiedsrichter nicht beleidigen, die ja die russen immer bevorzugen!
gewonnen hat die "russin no.1" Vera Sessina natürlich alles, sowohl den mehrkampf am samstag als auch alle vier disziplinen am sonntag.

wir hatten natürlich unsere fahne dabei und haben die ukrainerinnen lautstark unterstützt, sasha am lautstärksten. am sonnatg (am zweiten tag) waren wir mit unserer fahne sogar im fernsehen, LIVE, in der ukraine, in russland, angeblich sogar in indien!

ach, ich könnte noch so viel erzählen, wer alles ein gerät verloren hat (die eine russin am sonntag gleich vier mal), die leute im publikum, die ganzen kleinen schreienden kinder und natürlich die spektakulären aktionen auf der matte! ich muß ganz ehrlich sagen: das muß man live gesehen haben. man kann sich sonst gar nicht vorstellen, wie es ist, wenn jemand ein band bis unter die hallendecke wirft und dann vier rollen vorwärts macht bevor er es fängt. man sieht es, man staunt und man möchte schreien ... "держаааааааааааааааааааать!!!"

sb

Donnerstag, 19. Oktober 2006

bvg-kontrolleure

kommen ja immer wenn's einem grad nicht paßt. aber in letzter zeit kommen sie tatsächlich ständig, beinahe täglich wird man kontrolliert. ich hab ja wegen des semestertickets nichts zu befürchten, aber meistens stehen die dann vor mir und gucken mich dumm an. ich höre musik, weiß nichts von ihrer anwesenheit und habe auch nicht bemerkt, daß die anderen schon alle ihre tickets rausgeholt haben.

letztens allerdings mußte ich hellwach sein, da hatte ich nämlich mein ticket nicht dabei (das neue-hose-leere-hosentaschen-problem). in solchen situationen fängt man an genau zu beobachten, wer die bahn betritt. leute mit kopfhöhrer im ohr sind ungefährlich, genauso frauen mit kinderwagen oder kinder und ihre begleiter überhaupt, ebenfalls meistens harmlos sind leute mit plastiktüten, je größer die tasche, desto unbedenklicher. auch ungefährlich: leute mit dem "straßenfeger", "motz", oder so; alte omas, leute mit hund, allgemein leute, die zu gut aussehen und solche, die zu schlecht aussehen.
und gefährlich sind die, die normal aussehen, keine nennenswerten dinge bei sich haben (taschen, kinder, tiere, rollstühle, rentner) und eventuell ZU ZWEIT die bahn betreten und sich dann trennen. die sind höchst-gefährlich.

und genau solche kamen. einer am einen ende des wagens und einer am anderen ende des wagens. ich stand in der mitte, es gab kein entrinnen. das einzige, was mir blieb war harmlos aussehen. wie sieht man harmlos aus? man guckt gelangweilt in der gegend herum, hört weiter musik, läßt sich nicht stören. man betet, daß die nächste station bald kommt. unauffällig guckt man wie nah die kontrolleure schon gekommen sind. man überlegt sich schon mal was man im worst case sagt, man legt sich diese oder jene ausrede zurecht, eigentlich versucht man die zeit totzuschlagen. und dann... dann steigt man an der nächsten station ganz unauffällig aus, man guckt nicht nach links und auch nicht nach rechts, egal wie fremd einem der bahnhof ist.
genauso habe ich es gemacht. birkenstraße oder so, da mußte ich aussteigen und sofort einen möglichst ortskundigen eindruck machen, denn die beiden kontrolleure sind mit mir ausgestiegen. naja, ging ja alles gut.

aber so ist die großstadt - gefährlich. besonders für leute ohne ticket.

sb

Mittwoch, 18. Oktober 2006

portugal. the man

wir waren gestern bei einem konzert. eine überraschung war, daß die sängerin gar keine sängerin ist, wie ich dachte, sondern ein typ mit vollbart. keine überraschung war hingegen, daß die typen nicht nur drogen nahmen als sie sich ihren bandnamen ausdachten, sondern ganz sicher auch vor dem konzert. sie spielten aufreizend langsam, aber angenehm. und die entstehung der homepage hat sicher auch mit drogen zu tun oder mit einem schlechten grafikprogramm (einfach mal oben auf den link klicken und angucken!).
ach ja, und ebenfalls keine überraschung: sie kommen nicht aus portugal. sondern aus alaska, aber das wußte ich schon.

sb

Sonntag, 15. Oktober 2006

fast zwei monate

sind jetzt vergangen. wenn man so lange nichts geschrieben hat, wächst der druck mit jedem tag. ständig passiert etwas, und man hat noch nicht mal die letzten monate verarbeitet.
deshalb mache ich es kurz und schmerzlos: der umzug lief trotz schwierigkeiten gut, eingerichtet sind wir auch, der kohleofen funktioniert (hab ich beim schlechten wetter schon mal getestet), beim kohle kaufen wurden wir beschissen, der gasherd bäckt knackige pizzen, der urlaub in polen war prima, auf arbeit ist alles beim alten, unter der woche wird außerdem für technische akustik gelernt und die semesterferien sind ab morgen beendet.

und echte neuigkeiten gibt's ab demnächst wieder hier.

sb

Dienstag, 22. August 2006

unsere fortschritte bei der renovierung



eine woche renovierungsarbeiten haben wir jetzt hinter uns. es began eigentlich schon am samstag vorletzter woche, als wir mit einem mietauto durch berlin fuhren um einen kühlschrank, einen tisch und einen küchenschrank abzuholen. das hat fast den ganzen tag in anspruch genommen.


am sonntag danach waren wir auf einem flohmarkt in treptow auf der suche nach lampen. dort gibt es alles, bergeweise fernbedienungen, metallteile und anderen schrott. für einen verfaulten holzschrank von (angeblich) 1890 wollte man 260 euro haben! es gibt auch nicht nur unglaublich teure sondern auch unglaublich häßliche sachen, die ich mir nie in die wohnung stellen würde.
jedenfalls waren wir auf der suche nach lampen. inzwischen haben wir was wir brauchen, je lampe ca. 20 euro.



dann war ersteinmal pause, weil wir beide in der woche auch arbeiten mußten. bis donnerstag opi und tante ute kamen um uns bei der renovierung der küche zu unterstützen bzw. berlin anzusehen. tante ute und sasha sind dann durch berlin gezogen und opi und ich durch einen praktiker-baumarkt. opi kennt alle handwerkertricks. auch die, die nach hinten losgehen, aber das ist eine andere geschichte. jedenfalls bin ich auf alles vorbereitet, sowohl materiell, als auch ideologisch. was nicht passt wird passend gemacht!
jetzt haben wir eine hübsche arbeitsplatte in der küche und der alte kochofen ist tatsächlich zu etwas zu gebrauchen. er funktioniert, aber da wir nicht vorhaben in der küche mit holz zu kochen dient er jetzt als eine art tisch. ansonsten ist es tatsächlich eine krisensichere wohnung. in der not könnte man die arbeitsplatte in dem kochofen verbrennen und sich noch ein süppchen kochen.




am samstag war dann erstmal die küche dran. ohne zu zögern war der erste strich gemacht. und ein zweiter. und ein driiter. so ging das eine ganze weile bis mir die hand weh tat.
die fläche, die ich bis dahin gestrichen hatte, war lächerlich klein. zu diesem zeitpunkt wußte ich noch nicht wie ätzend der flur werden würde, aber ich haßte die küche jetzt schon. die vielen ecken, die kanten, alles muß abgeklebt werden, ständig sind möbel im weg, überall muß man sich artistisch drumherumbeugen und ich bin doch nicht einmal schwindelfrei!
ein wenig ablenkung vom wändemalern bot der krater in der küchenwand, den ich noch mit zement verschließen mußte. an dieser stelle hat ein handwerker, der das bad renoviert hat (daß bis jetzt übrigens das schmuckstück der wohnung ist), jede menge mörtel durch die hohlräume der wand in die küche gedrückt. der mörtel hat sich einen weg durch die tapete gebahnt und wurde zu stein. das sah alles nicht schön aus. aber von opi lernen, heißt mörteln lernen! und so ist das loch geschichte.

den ganzen tag hat das mit der küche gedauert, und so war samstags erstmal nichtstun und bundesliga angesagt. übrigens gibt es am leopoldplatz das billigste grillhähnchen, daß ich kenne. ein ganzes hähnchen kostet nur 3 euro! und es ist saftig und knusprig und schmeckt sehr gut. und der döner (übrigens im gleichen laden) ist mindestens genauso gut. ich will nicht behaupten, daß es der beste döner ist, den ich kenne, aber es ist ein guter. gut gewürzt, auch mit zitrone und anderen dingen, die erst geschmack in den döner bringen und selbstverständlich mit echtem grillfleisch, ohne hackfleisch.





sonntag war flurtag. furchtbar. fünf türen und unzählige kabel, rohre und ähnliches. zum schluß hat mir sasha geholfen, weil das ständige auf und ab mit der leiter und den farbeimern usw. so leichter ging. sasha studiert meistens in einem der beiden zimmer auf einer matraze und bereitet sich auf ihre hausarbeiten vor.
der flur sieht jetzt aus wie neu. am donnerstag kommt ein kleiderschrank von ebay, am freitag der ofenreiniger, am samstag opi noch einmal, bis sonntag abend will ich mit streichen fertig sein, nächste woche wird der umzug endgültig vorbereitet und am wochenende danach ist es soweit.

das ist der plan. und sonst so? auf arbeit stehen neue versuche an. sasha hat ihr studium, das training, den job und bald auch eine reise nach prag.
mehr gibt's im moment nicht zu berichten.

sb

Freitag, 11. August 2006

George W.


vor drei tagen haben wir sie das erste mal entdeckt: eine maus! sie hat sich ziemlich ungeschickt hinter unserem schreibtisch bewegt, so daß sie einfach auffallen mußte. sasha ist am nächsten tag erstmal mit einer riesigen tüte auf großwildjagd gegangen, was aber nicht viel gebracht hat.
im gegenteil, offenbar konnten wir sie so wenig beeindrucken, daß sie sich erdreistete eines meiner t-shirts abzuknabbern. aufgrund ihres fiesen charakters haben wir sie "george w." genannt.
da wir in der WG schon einmal eine maus hatten ("spiky") waren noch einige mausefallen vorhanden die ich dann aufgestellt habe. allerdings hat das vorerst nicht viel gebracht, da george zwar alles gefressen hat, was auf den fallen lag, aber den mechanismus dabei nicht ausgelöst hat.

also mußte ich eine besonders hinterhältige maßnahme ergreifen:

sb

die neue wohnung


wohnzimmer

küche

kleines zimmer
heute haben wir die schlüssel geholt. ab morgen wird umgezogen. allerdings schritt für schritt, am anfang muß dort sowieso erstmal renoviert werden.

sb

Samstag, 5. August 2006

bei mutti





Freitag, 4. August 2006

eine zitadelle und pappkartons

...haben nicht so viel miteinander zu tun. es sei denn, man ist in spandau unterwegs um kartons für einen umzug zu besorgen. so geschehen heute.
leider konnte sich sasha nicht mehr erinnern, daß wir bereits einmal gemeinsam in spandau waren und deshalb haben wir auf dem weg zu den kartons noch einen schnellen und ratlosen spaziergang eingelegt. sie glaubt es immer noch nicht.


die kartons waren recht billig bei einem typ gekauft, der scheinbar nur pappkisten und probleme in seinem leben kennt. wenigstens von den kartons konnten wir ihm einige abnehmen. ansonsten wissen wir jetzt bestens bescheid in seinem leben: seine frau hat ihn mit den kindern sitzengelassen hat, seinem bekannten hartmut geht es genauso, das erbe seines vaters ging an eine ukrainerin verloren, von den frauen wird er nur ausgenutzt und so weiter. ich hab ihm dann 25 cent trinkgeld gegeben.
leider mußten wir zu hause feststellen, daß die pappkartons irgendwie kleiner sind als gedacht. dabei hatte ich mir alles so gut ausgedacht. naja, jedenfalls haben wir jetzt zuwenige. aber nochmal nach spandau fahren und seelsorger spielen, darauf habe ich auch keine lust.

sb

Sonntag, 23. Juli 2006

Templin


auf geht's nach Templin


St.-Maria-Magdalenen-Kirche


Sascha


Sasha


der strand


die liebesinsel


einige holzhäuser


in der stadt


die mauer

in potsdam, werder, spandau und brandenburg waren wir schon. diese städte liegen zufällig alle an der havel. heute haben wir mal etwas neues probiert - wir waren in templin. eine tolle stadt. sehr ruhig, sehr geplegt, überall kleine nette bunte häuser und eine vollständig erhaltene stadtmauer.
wir mußten weder auf der hin- noch auf der rückfahrt ein ticket bezahlen. erst hat uns keiner kontrolliert und dann war der automat defekt, glück muß man haben.
in templin hatten wir dann erstmal pech. es war schon verdächtig, daß keiner mit uns ausstieg, obwohl sich doch alle bereit gemacht hatten. als wir dann allein auf dem bahnhof standen war uns klar, daß es einen unterschied zwischen "templin" und "templin stadt" gibt. wir waren irgendwo in der peripherie gestrandet.
allerdings war der weg in die stadt glücklicherweise gar nicht so weit und wir hatten einen netten spaziergang. unser erster halt war ein friedhof, auf dem angeblich einen templiner volks- und kriegsheldin begraben liegt. gefunden haben wir das grab nicht, wir haben aber auch nicht intensiv danach gesucht.
egal wie man es anstellt, wenn man templin betritt wird man immer auf die stadtmauer stoßen. sie ist toll. fand ich zumindest. vor allem, weil ich noch nie eine vollständig erhaltene stadtmauer in einer stadt gesehen habe. alle häuser sind ganz farbig, die straßen mit kopfsteinpflaster und die stadt sehr übersichtlich. also klein.
trotzdem kann man problemlos einen tag dort verbringen, vor allem, wenn man noch etwas am see spazieren gehen will. ohne uns großartig um wege oder straßen zu kümmern sind wir auch auf dierektem weg richtung ufer marschiert. mal abgesehen davon, daß wir es ohne einen hilfsbereiten einheimischen wahrscheinlich gar nicht so schnell gefunden hätten, war es teilweise so dicht bewachsen, daß man das wasser nur erahnen konnte. zugegeben, wir waren selbst daran schuld. wie sich auf dem rückweg heraustellte gab es auch bessere wege und so konnten wir uns auch über die mücken nicht beschweren.
ursprünglich hatten wir eigentlich vor in templin auch baden zu gehen, wir waren dafür auch ausreichend ausgerüstet, allerdings war die badestelle sehr klein. dort waren nur wenige leute und ein paar jugendliche, so haben wir uns dagegen entschieden.
wir sind stattdessen am ufer bis zu einem café gewandert, von wo aus man einen netten blick hatte. unten an der anlegestelle gab es ein wassertaxi zur anderen seeseite, da kamen auch ab und zu leute. und auch sonst war das café gut besucht.
unterwegs kamen wir übrigens an einer garteneisenbahn vorbei. das war eine sehr große eisenbahn mit drei zügen, die man auf knopfdruck einschalten konnte. spielerisch veranlagte leute wie wir sind da natürlich gleich dabei!
mehr gibt es eigentlich nicht zu berichten. außer, daß wir uns vorgenommen haben noch weitere städte in der umgebung zu erforschen. allerdings ist bei der hitze wahrscheinlich erstmal die ostsee dran. wenn das geld reicht.

sb