Freitag, 24. November 2006

Emergenza

gestern abend war ich beim emergenza festival. das ist der größte konzertveranstalter für ungesignte bands. die spielen so eine art turnier, mit mehreren abenden in städten auf der ganzen welt. in berlin fangen die bands im knaack-club an, wer eine runde weiterkommt spielt im mai im SO36 und das finale ist dann im postbahnhof. der gewinner fährt zum taubertalfestival und darf dort wahrscheinlich zum frühstück spielen.
jedenfalls hat andreas gestern dort gespielt und ist jetzt im halbfinale im SO36 dabei. der erste platz ging gestern an eine schülerband. da im publikum per handzeichen abgestimmt wurde und die kleinen ihre freunde und ganz viele eltern und lehrer dabeihatten waren sie im vorteil. an den instrumenten waren sie gut, aber sie konnten nicht singen und wenn sie gesungen haben, dann jedenfalls nicht ins mikrofon.
die erste band hatte eine schwangere tänzerin mitgebracht. die hat dann vor der bühne vorgetanzt, ganz allein und ziemlich - ich sage mal "originell".
bei der zweiten band waren es dann schon 4 mädchen, die getanzt haben. bei den kleinen jungs war es eine ganze schulklasse, wahrscheinlich der leistungskurs musik.
nach andreas bin ich an die bar gegangen, bier trinken. deshalb kann ich über den weiteren verlauf des abends nicht viel berichten. außer, daß neben den absoluten amateuren auch ein paar erfolglose halbprofis dabeiwaren. die sind auch weitergekommen. wahrscheinlich stehen die schon zum 10. mal im halbfinale.

und sonst so? sashas mama ist bei uns zu besuch und fühlt sich hoffentlich wohl. wir versuchen ihr so viel wie möglich in den sechs tagen zu zeigen, aber ich glaube sie weiß schon alles - sie liest alles was sie in die finger bekommt )sofern es auf russisch ist) und versorgt sich so mit fakten, daß man höllisch aufpassen muß, daß man nichts falsches erzählt. denn seien wir doch mal ehrlich - das meiste was man besuchern über berlin erzählt ist doch halbwissen, so richtig ahnung hat doch hier keiner. :-)

sb

Freitag, 17. November 2006

kunstkopf

die ganze letzte woche habe ich mich mit einem thema herumgeschlagen: kunstkopfstereophonie. darüber sollte ich nämlich ein referat halten.
darüber findet man eine ganze menge blödsinn und halbwissen im internet, unter dem englischen begriff "binaural sound" sogar noch viel mehr. ich will hier niemanden mit technischen einzelheiten langweilen, nur soviel: laßt euch nicht erzählen ihr braucht das! ich meine CDs, die mit dieser technik aufgenommen wurden.

ein kunstkopf ist eine nachbildung einen menschlichen kopfes mit zwei mikrofonen in den ohren. es wird also genau das aufgenommen, was ein mensch hört, der beispielsweise ein klassisches konzert besucht. dadurch wird eine beeindruckende räumliche klarheit erzeugt, die ein stereo-panorama bei weitem übertrifft.
ABER das funktioniert natürlich nur wenn man sich die sache mit einem kopfhöhrer anhört, denn was am linken ohr aufgenommen wurde, darf natürlich bei der wiedergabe auch nur in das linke ohr hinein! bei der wiedergabe mit lautsprechern hört das linke ohr ja sowohl den linken als auch den rechten lautsprecher, was den ganzen effekt zunichte macht. im gegenteil, eine kunstkopf-aufnahme klingt über lautsprecher niemals so gut wie eine stereo-aufnahme.
also, vorsicht bei "binaural sound recording", es sei denn ihr habt vor euch das zeug ausschließlich mit kopfhöhrern anzuhören.

sb

Dienstag, 14. November 2006

Karow

wenn man bei ebay einrichtungsgegenstände kauft und sie selbst abholt um porto zu sparen lernt man die seltsamsten leute kennen. und auch seltsame orte. berlin-karow ist so ein ort. gestern war ich 2,5 stunden wegen zweier nachttischlampen unterwegs. und das lag nicht nur daran, daß karow am arsch der welt liegt, sondern vor allem auch an der bemerkenswerten adresse: straße 67, nummer 35c.
straße 67 liegt an der kreuzung von straße 52, straße 43 und straße 58. kein problem. theoretisch ist es ja egal wie die straßen heißen, aber es ist auf seltsame art und weise schwer sich zu orientieren, wenn auch noch alle straße durcheinander nummeriert sind.
und so ist es auch nicht überraschend, daß sich haus 35 direkt zwischen 21 und 37 befindet. und natürlich nicht in straße 67, sondern in einem kleinen privatweg daneben.

sb

Dienstag, 7. November 2006

"A Day In The Life"

feuer machen. zeitung lesen. lernen mit christian und flo. s-bahn. post holen. borschtsch essen. rote grütze mit vanillesauce im kino. film gucken. McDonald's. schatz.

sb