Sonntag, 30. Dezember 2007

zugfahrt

die zugfahrt war mist. der zug fährt ca. 30 stunden von czernowitz nach moskau durch kiew. dummerweise hat die heizung gestreikt und ich habe das erste mal in meinem leben in handschuhen und jacke geschlafen.
ebenfalls mist war das klo im wagon. man könnte sogar mit fug und recht sagen, daß es ganz und gar beschissen war. einfach ekelhaft, ich frage mich ob manche leute überhaupt wissen wie man eine toilette benutzt.

schon bei den zugfahrten berlin-kiew sind mir diese typen aufgefallen, die durch die wagons gehen und in jedem abteil ungefragt einen stapel zeitschriften hinterlassen, die man dann kaufen kann, wenn der typ zurückkommt. jetzt habe ich erfahren, daß diese leute nicht sprechen können. vielleicht hören sie auch nichts?! jedenfalls kam diesmal wieder so einer, ohne sich darum zu kümmern wie laut er ist, wenn er die türen aufstößt. schon aus prinzip haben wir ihm nichts abgekauft.
wo ich schon bei solchen geschäftgen während der fahrt bin... in berlin werden ja nur diese obdachlosenzeitungen in der u-bahn verkauft. in kiew sind die lute schon etwas weiter. da wird jeder ramsch angeboten. vom stadtplan über filzstifte bis hinzu weihnachtsmannmützen mit weißer bommel dran. selbstverständlich gehört zu auftritt eines verkäufers der obligatorische "informationsmonolog". ich verstehe ja nicht so viel russisch, deshalb kann ich das meistens ganz gut verdrängen, aber im prinzip ist es immer die gleiche masche: warum gerade dieser filzstift?! das ist ein super-filzstift! keiner schreibt besser! dieser stift kann alles, unterschriften, briefe schreiben, verträge, blablabla...

Samstag, 29. Dezember 2007

Czernowitz / Чернівці

czernowitz ist genauso verschneit wie lemberg. schnee auf allen bäumen, dächern und wegen. und überall verkrustetes eis wo die leute laufen. endlich mal ein toller winter!

da sasha hier viele leute kennt, bestand unser aufenhalt auch zum großteil aus besuchen und bekanntmachungen. praktischerweise haben wir auch gleich bei einer freundin gewohnt. nachdem auch ihr papa extra nach czernowitz kam um uns zu treffen, bin ich nun froh, daß ich endlich alle kennengelernt habe. ich habe überall meine drei worte russisch an den mann gebracht und mich ansonsten nett und unauffällig verhalten. das kommt immer gut an.

in czernowitz habe ich auch das erste mal einen echten toten gesehen. der lag auf einem zebrastreifen und wurde überfahren. weiße decke überm kopf, großer menschenauflauf, polizei. wir saßen im taxi, auf dem weg zum bahnhof. nächstes ziel: kiew.

Donnerstag, 27. Dezember 2007

Lemberg / Львів

die fahrt nach lemberg war schon interessant. das auto war mehr als überladen, sowohl an gepäck, als auch an leuten: 8 plätze, 9 personen. auf dem beifahrersitz haben zwei leute gesessen, die grenzübergänge mußte einer von beiden zu fuß überqueren um keinen unnötigen ärger zu provozieren.

der erste weg in lemberg führte uns in ein hotel. es war so ein durch und durch sozialistischer "prachtbau". damit meine ich gar nicht mal sein äußeres, das war mir nämlich total egal, sondern das innenleben. alles total antiker sowjet-stil.
wir hatten dann die wahl zwischen einem billigen zimmer für 26 euro und einem teuren, renovierten für 43 euro. das "bessere" zimmer hatte neuere möbel, einen größeren fernseher, einen kühlschrank und ein neu gemachtes bad. das "schlechtere" hatte charme.
wir haben uns für das billigere zimmer entschieden und das war aus folgenden gründen richtig: gäste des teureren zimmers müssen den gleichen kaputten (horror-)fahrstuhl benutzen, sie haben den gleichen ausblick, hören den gleichen verkehrslärm, haben die gleichen bauarbeiten im stockwerk darüber und haben ebenfalls kein warmes wasser zum duschen (wie ich vermute). wir waren so müde, daß uns daran nichts gestört hat.

lemberg ist im grunde eine sehr schöne stadt. es gibt beeindruckend viele große kirchen auf kleinstem raum. die gesamte architektur mutet sehr europäisch an, was wohl an der polnischen vergangenheit der stadt liegt. überall kleine straße und alte fassaden. leider ist vieles auch ziemlich heruntergekommen, aber wenn man sich erstmal daran gewöhnt hat, ist es wie gesagt fantastisch. außerdem lag überall schnee.
natürlich habe ich auch fotos von allem. wenn wir zurück sind, werden die nachgereicht.

lemberg wird mir allerdings auch als "die laute" stadt in erinnerung bleiben, und das leigt an mehreren erlebnissen. von den bauarbeiten im hotel und dem verkehrslärm unter unserem fenster habe ich ja schon erzählt.
aber was ich noch gesehen (oder gehört) habe, schockt jeden akustiker. auf dem platz vor der oper herrscht eine dauer-werbe-beschallung der übelsten art. durch riesige blechtrompeten kommt immer der gleiche werbespot. das so ein schwachsinn überhaupt genehmigt wurde!
außerdem waren wir noch in einem tollen "westlichen" café. coole musik, coole leute, cooler lärm. das essen war okay, aber die diskomusik war eindeutig zu laut. das muß auch den betreibern aufgefallen sein, deshalb werden die zubereiteten speisen mit einer bahnhofssprechanlage ausgerufen. man versteht kein wort. also ich jedenfalls nicht. und die bedienung offenbar auch nicht, denn sie hat die hälfte unserer bestellung überhört.

Freitag, 21. Dezember 2007

ukraine.now!


der tag hatte schon interessant begonnen. kurz vor dreiviertel 12 reißt mich ein anruf aus den träumen. sasha ist am apparat und erinnert mich daran, daß wir um 12 auf dem tegeler friedhof erwartet werden. dort wird der x. todestag des letzten ukrainischen botschafters (aus vor-sowjetischen zeiten) begangen. der botschafter kommt, verschiedene hochrangige beamte, vertreter der ukrainischen gemeinde berlins und natürlich junge aktive ukrainische studenten. und das sind wir. sasha und ich.

während wir zum friedhof rennen (und zwar wirklich rennen!) wird mir noch kurz erklärt wie ich mich zu verhalten habe und was ich sage. nämlich einfach nichts. als wir kamen bewegten sich gerade alle zur grabstätte und wir reihten uns einfach hinten ein. naja, "hinten" ist gut. wir waren bloß ungefähr 10 leute (was wiederum bedeutet, daß jeder fünfte dort ein junger aktiver ukrainier war). überraschenderweise wurde ich dann vom botschafter angesprochen. er sagte "Добрий день" (guten tag). und ich erwiderte ihm ebenso "Добрий день". er schaute zufrieden und die situtation war gerettet.




der rest des tages verlief dann für mich erst einmal etwas ruhiger. sasha hatte allerdings sehr viel zu tun und war ständig unterwegs (davon muß sie aber selbst erzählen).
abends kamen dann meine mutti (sie hat mich auf der Wii im bowling geschlagen), meine kleine schwester (hat einen sog. "turkey" geworfen) und peter (durfte diesmal nicht mitspielen) vorbei und zusammen mit bodya sind wir dann zur galerie bereznitsky.

dort war einiges los. gerüchten zufolge mehr besucher als bei der eröffnung der galerie. und die bilder haben mir sehr gut gefallen. darüber werde ich aber nichts schreiben, die muß man sich angucken!



abends wurde dann bei uns zu hause alles ausführlich diskutiert: der tag, die stadt, das leben, natürlich auch die fotos, die ausstellung und wer dort war, wer hat was gesagt, wer war komisch usw., außerdem das wetter, das bier, der trockenfisch, der galerist, coole klamotten, die wodka-flaschen, und, und, und...
und peter durfte auch mit der Wii spielen.

Donnerstag, 20. Dezember 2007

ukrainische gäste


sechs gäste - sechs flaschen wodka: besuch aus der ukraine.
seit heute sind die fotografen von sashas fotoprojekt bei uns. allerdings schlafen nicht alle in unserer wohnung (aber alle haben ihren tribut bei uns gezollt). sasha ist noch mit den letzten vorbereitungen für die ausstellung und vor allem die eröffnung beschäftigt (was sage ich? was ziehe ich an?) und ich kümmere mich um die wichtigen dinge: heizen und essen kochen.
die fotografen gucken sich derweil die stadt an und machen, wie es sich gehört, natürlich fotos. am freitag sind sie dann bereit, rede und antwort zu stehen.

Dienstag, 18. Dezember 2007

wahlen in der ukraine - 158. akt

eine endlose aufführung in unzähligen akten

(julia wird nun doch klassensprecherin, die jungs schwänzen)

158. akt - wahl der premierministerin
prolog: schon am freitag sollte der dritte wahlgang erfolgen, doch leider stand dem etwas im wege. stühle um genau zu sein.
die opposition um den ex-premier janukowitsch hatte kurzerhand das podium des parlamentssprechers mit stühlen verbarrikadiert um ihrer forderung nach einer verlegung der abstimmung nachdruck zu verleihen.

heute wurde nun gewählt und damit etwaige zweifel ausgeschlossen sind, wurde diesmal ohne wahlmaschine, sondern per handzeichen gewählt. an der abstimmung beteiligten sich ausschließlich abgeordnete der orangenen. die blauen hatten heute keine lust auf demokratie. ergebnis: julia timoschenko ist neue premierministerin der ukraine.

epilog: „heute ist ein ereignis passiert, das die politische instabilität vertiefen und die widersprüchlichkeit der prozesse in der gesellschaft fördern wird“ (zitat: das böse)

wir dürfen gespannt sein.

PS: hier ist ein interessanter artikel über timoschenko, geschrieben von einem russischen politologen

fröhliche weihnachten


auch in unsere wohnung ist jetzt weihnachtsstimmung eingekehrt. die aufgabe des weihnachtsbaums übernimmt unser ficus.

Montag, 17. Dezember 2007

Sonntag, 16. Dezember 2007

tomatik


das jahr neigt sich dem ende entgegen, tomatik auch. doch sein schiksal soll hier nicht unerwähnt bleiben. ich habe ihn jetzt seit ewigkeiten nicht mehr gegossen, dementsprechend dürr sieht er auch aus. seltsamerweise hat er es trotzdem fertig gebracht noch einmal einige grüne tomaten hervorzubringen (obwohl an ihm sonst nichts grünes mehr ist). bei den derzeitigen temperaturen halten sich die grünen dinger sicher bis nächstes jahr.

Samstag, 15. Dezember 2007

please feel free to massage the melons

heute hatte ich ein bizarres erlebnis. sasha wollte gern in eine ausstellung mit mir gehen.
nicht dieser vorschlag war seltsam, sondern die ausstellung. das thema, so weit ich das verstanden habe, lautete "reenactment - history repeats itself". abgesehen davon, daß ich von diesem begriff noch nie etwas gehört habe und mir auch dementsprechend wenig darunter vorgestellen konnte, ist mir das konzept der ausstellung vollkommen unverständlich geblieben.
total wirr die ganze sache dort!


die ausstellung findet in einem gebäude in einem hinterhof in der nähe der oranienburger straße statt. in den räumen befinden sich fast ausschließlich videoprojektionen, die sich keiner anguckt. zum inhalt kann ich nichts sagen, denn ich habe mich der mehrheit angeschlossen und mir die filme und filmchen auch nicht angeguckt (nur einen, siehe unten).
im vierten stock fand eine lesung statt. es ging um ein buch dessen titel ich nicht mitbekommen habe und das ich auch sicher nicht gelesen habe. der englische autor hat in einer tour gelabert, es ging um einen tumorpatienten und "nothing is real" und blablabla (und irgendwie wohl auch um "reenactment", jedenfalls fiel das wort mal). nach fünf minuten sind wir gegangen und haben uns die anderen dinge angeguckt.


überall stimmen, geräusche, videos, seltsame installationen. irgendwo waren zwei kleine zimmer, die ein altes labor darstellen sollten. man sollte in die vergangenheit zurückversetzt werden. vielleicht sollte man sich vorstellen, daß man ein wissenschaftler ist. naja, hat nicht geklappt. hab mich nicht wissenschaftlich gefühlt. eher veralbert.
dann gab es noch ein paar fotos mit einer nachgespielten schlacht, im hintergrund touristen, die sich das angucken. das hatte nun tatsächlich mit reenactment zu tun, wie ich inzwischen dank wikipedia weiß. außerdem jede menge unverständlicher kram wie "sich liebende kühlschränke" (sowas habt ihr noch nicht gesehen) und irgendetwas mit einem gasherd.


ein video im keller hab ich mir dann doch noch angesehen. da war ein haus zu sehen und es war nacht. in einem fenster war ein typ, der mit weißer farbe die wand rund um sein fenster weiß gemalt hat so weit er mit der rolle kam. sah zum schluß ganz witzig aus. zum glück kam ich als er fast fertig war, der film dauert bestimmt einige stunden. danach kam ein film, der sich in zwei wichtigen punkten unterschied: der tag war hell und die farbe war schwarz.


die eigentliche überraschung der ausstellung wartete dann im keller auf uns. irgendwelche körper oder leichen lagen da auf dem boden herum oder räkelten sich in den unmöglichsten posen. einige dieser zombies standen an riesigen dönerspießen und hatte lange messer in der hand. ein dönerspieß hatte ein loch, darin war eine treppe verborgen, die irgendwo ins innere führte. zu sehen war innen nur ein fuß von einem zombie.
außerdem gab es dort einen großen tisch, mit salz oder etwas ähnlichem bestreut. auf ihm lagen mehrere fruchtfleischbatzen von melonen. und an der tischkante gab es folgenden vorschlag: "please feel free to massage the melons."
nein, danke.

Mittwoch, 12. Dezember 2007

wahlen in der ukraine - 157. akt

eine endlose aufführung in unzähligen akten

(alternativer spielort dieser folge: das klassenzimmer.
julia soll zur klassensprecherin gewählt werden, die jungs (die blauen) sind dagegen und spritzen mit wasser, der neue lehrer arseni jarzenjuk ist der clown der szene.)


157. akt - wahl der premierministerin
wir erinnern uns, die wahl des sprechers war denkbar knapp ausgegangen, die mehrheit von zwei sitzen wurde durch einen zerrissenen stimmzettel in gefahr gebracht, der abgeordnete aus dem krankenhaus hat die orangenen gerettet.
gestern stand nun timoschenkos wahl zur premierministerin des landes an. ein skandal liegt in der luft als der erste wahlgang scheitert. julia hat die mehrheit verfehlt. schnell wurde ein schuldiger gefunden: die wahlmaschine. angeblich hat die stimmkarte eines abgeordneten nicht funktioniert.
daraufhin ordnet der neue sprecher des parlaments arseni jarzenjuk einen zweiten wahlgang an, doch die jungs von der letzten bank funken dazwischen. kurzerhand besetzen die blauen das podium und protestieren lautstark. es kommt zu einem handgemenge, es wird mit wasser gespritzt und schimpfworte wechseln ihre besitzer.
nach einiger zeit gelang es jarzenjuk das parlament zu beruhigen, es folgte ein zweiter wahlgang mit, überraschung, dem gleichen ergebnis. und eines vorweg: die maschine war diesmal nicht schuld.
im allgemeinen getümmel wurde dem parlamentssprecher arseni jarzenjuk die stimmkarte gestohlen. er konnte somit an der abstimmung nicht teilnehmen. es soll strafanzeige gestellt werden.

wie geht es weiter? wir dürfen gespannt sein. die premierministerin muß vom präsidenten erneut vorgeschlagen bevor wieder gewählt werden kann. unterdessen fordert janukowitsch, daß der parlamentssprecher jarzenjuk sein erst kürzlich gewonnenes amt niederlegt, daß hatte er versprochen falls timoschenko nicht gewählt werden sollte.

tragödie oder komödie, ganz egal, fortsetzung folgt...

Dienstag, 11. Dezember 2007

wahlen in der ukraine - 156. akt

eine endlose aufführung in unzähligen akten

(die protagonisten des dramas - tragische heldin: julia timoschenko (desginierte premierministerin), das böse: viktor janukowitsch (der ex-premierminister), komische figur: arseni jarzenjuk (parlamentschef))

156. akt - der parlamentsvorsitz wird gewählt
die orangenen (möchten die guten sein) bilden die regierung und haben im parlament die mehrheit, politische haltung: "wir sind die guten". die blauen (möchten nicht die bösen sein) sind jetzt in der opposition, grundsätzliche politische haltung: "dagegen".
letzte woche wurde ein neuer sprecher des parlaments gewählt. dummerweise verfügen die orangenen nur über eine mehrheit von zwei stimmen. um ihren kandidaten arseni jarzenjuk durchzubringen müssen daher alle register gezogen werden. beispielsweise wurde ein abgeordneter extra mit einem krankenwagen aus dem krankenhaus geholt um abstimmen zu können.
leider ging doch nicht alles glatt und die blauen hatten ihren großen auftritt: prügelnd betreten sie die szene. der vorwand: sie sind nicht mit den wahlregularien einverstanden. das ziel: zeit gewinnen und neu abstimmen lassen. das mittel: unruhe stiften und dabei wahlzettel der orangenen zerreißen.
trotz eines zerrissenen wahlzettels und damit einer stimme verlust, schaffte es arseni zum parlamentssprecher gewählt zu werden. das ist ja gerade noch mal gut gegangen.
doch das böse schläft nicht...

Montag, 10. Dezember 2007

was haben die mit wickie gemacht?!

wer kann sich noch an wickie erinnern?! den kleinen wikinger, von dem man nicht wußte, ob er junge oder mädchen ist. in seiner populären phase gab es doch früher auch diese mit schoko gefüllten keksbatzen, auf deren verpackung mit wickie geworben wurde. und was ist aus ihm geworden?! koalabären! und wer wars? die chinesen!

dazu gleich mehr, aber erstmal von anfang an. ich war heute beim lidl. und als ich wieder aus dem lidl rauskam, fiel mir eine treppe auf, die irgendwohin nach unten führt. darüber steht "asiatischer supermarkt" und das war neuland für mich.
die erste überraschung war der geruch. der war ziemlich gewöhnungsbedürftig. ich kann auch nicht sagen wonach es dort riecht, aber es war seltsam. sehr seltsam.


die zweite sache: buddha. er hat dort gleich neben der tiefkühltruhe mit den tintenfischen (extra groß) seinen eigenen schrein. ich glaube man kann dort irgendwelche duftstäbchen entzünden, wenn man ahnung davon hat. aber ich wollte nicht unangenehm auffallen, also habe ich es sein lassen.


es gibt verdammt viel zeug dort. ganze regale mit sojasaucen, schüsseln, woks und sushimessern. pappkisten mit schriftzeichen drauf (und unbekanntem inhalt), irgendwelche bohnen, sesam, linsen in allen farben und formen (ungefähr so wie beim türken) und tausende pulver und gewürze. die tiefkühltruhe besteht fast ausschließlich (sieht man mal von wachteln und ähnlichem ab) aus meeresfrüchten. riesige tintenfische. garnelen ohne ende, alle größen. gefrorene fische und muscheln.
obst gibt es auch, aber seht selbst:


nicht ganz die übliche form und größe würde ich sagen (nicht mal die farbe stimmt). aber nicht alles bei den asiaten ist klein. reissäcke zum beispiel gibt es in ganz beeindruckenden größen.


bevor ich verhungere, kaufe ich mir diesen 20 kilo sack und schluß.

und nun zurück zu wickie. in einem regal wartete diese begegnung mit meiner kindheit auf mich. die sechseckige verpackung, die seltsamen keksdinger - alles wie früher. aber da wo sich wickie immer getummelt hat, da klettern jetzt koalas.


man beachte den zu demonstrationszwecken grausam zerteilten koalabär. haben sie das mit wickie auch gemacht?!

aber jetzt wo ich so darüber nachdenke, kommen mir die koalas irgendwie bekannt vor. waren da zu wickies zeiten auch schon koalas drin? kann mich bitte jemand aufklären?!

„Ich hab's!“

Sonntag, 9. Dezember 2007

interconnex

ich war mit sasha in leipzig bei omi. weil uns so ein arsch mit seiner mitfahrgelegenheit am zoo versetzt hat, mußten wir uns schnell nach etwas anderem unsehen und sind dabei auf den interconnex gestoßen, der fuhr nur eine dreiviertel stunde später vom hbf ab. wir haben es geschafft, leider gab es nur noch wenige sitzplätze.
obwohl das so eigentlich auch nicht stimmt. ca. die hälfte der plätze war frei, aber es gibt im interconnex nur zweier bänke und die waren alle mit jeweils einer person besetzt, pech für uns. wir haben dann im fahrrad abteil gesessen, was aber auch ok war.

das bemerkenswerte an diesem zug sind die überaus seltsamen mitarbeiter. die sind so scheißfreundlich und gut gelaunt, daß einem unheimlich wird. bestes beispiel dafür der "ansager" oder "fahrer" oder "clown" oder was auch immer er darstellte, er sprach zu uns über die sprechanlage:
"guuuten tag meine damen und herren, ich freue mich, daß sie so zahlreich erschienen sind! wir fahren mit unserem wunderschönen interconnex gleich auf die strecke und dann sind wir auch gleich da, das geht alles superschnell. an bord gibt es brötchen bei meinen netten kollegen. da können sie auch die fahrkarten bezahlen. einfach einsteigen und bezahlen, so einfach ist das bei uns, alles kein problem... blablabla ... und dann wünsche ich ihnen eine gute fahrt mit uns, wir fahren nonstop, direkt nach leipzig in den schönsten bahnhof deutschlands..." uns so weiter. und zum schluss noch: "sie waren ein tolles publikum!"

gods of blitz


das lido hatte also diesmal offen. zu sehen waren gods of blitz aus berlin. berliner jungs für wenig geld. ob mir das konzert in erinnerung bleiben wird, weiß ich nicht, da mir schon jetzt nichts wesentliches mehr dazu einfällt. es war gut und sein geld wert.

Montag, 3. Dezember 2007

wahl in russland

nachdem gestern putin-wahltag war, fällt mir ein wahlwerbespot ein, den ich an besagtem abend bei masha gesehen habe. eine partei, weiß nicht mehr welche, warb mit den worten: jede familie in russland soll die reichste familie der welt sein!
manchmal fragt man sich wer hier dümmer ist - der, der sowas proklamiert oder der, der sowas wählt.

Sonntag, 2. Dezember 2007

wie mans macht, macht mans falsch

gestern in der u-bahn. wir haben es eilig, wir steigen ein, wir warten. warten, daß die bahn abfährt. sie fährt nicht. auf dem anderen gleis gegenüber fährt eine bahn ein, die in die andere richtung fährt. wir stellen fest, daß uns die richtung sowieso besser paßt. wir wechseln.
wir haben es immer noch eilig. und wir warten immer noch. unsere alte bahn fährt ab. die neue nicht. eine durchsage: "aufgrund von signalstörungen kommt der verkehr dieser linie nur stockend voran." na toll. während endlosen minuten fährt auf der anderen seite nun eine bahn nach der anderen vorbei. wir sind verärgert. doch endlich geht es los.
die bahn fährt genau eine station und steht wieder. schließlich entscheiden wir uns doch wieder in die andere richtung zu wechseln. wir steigen aus, nehmen die nächste bahn zurück und setzen uns.
wir haben es verdammt eilig. wir warten verdammt nochmal schon wieder. eine durchsage: "wegen rückstaus kommt es auf dieser linie zu wartezeiten." na toll.