Dienstag, 11. Dezember 2007

wahlen in der ukraine - 156. akt

eine endlose aufführung in unzähligen akten

(die protagonisten des dramas - tragische heldin: julia timoschenko (desginierte premierministerin), das böse: viktor janukowitsch (der ex-premierminister), komische figur: arseni jarzenjuk (parlamentschef))

156. akt - der parlamentsvorsitz wird gewählt
die orangenen (möchten die guten sein) bilden die regierung und haben im parlament die mehrheit, politische haltung: "wir sind die guten". die blauen (möchten nicht die bösen sein) sind jetzt in der opposition, grundsätzliche politische haltung: "dagegen".
letzte woche wurde ein neuer sprecher des parlaments gewählt. dummerweise verfügen die orangenen nur über eine mehrheit von zwei stimmen. um ihren kandidaten arseni jarzenjuk durchzubringen müssen daher alle register gezogen werden. beispielsweise wurde ein abgeordneter extra mit einem krankenwagen aus dem krankenhaus geholt um abstimmen zu können.
leider ging doch nicht alles glatt und die blauen hatten ihren großen auftritt: prügelnd betreten sie die szene. der vorwand: sie sind nicht mit den wahlregularien einverstanden. das ziel: zeit gewinnen und neu abstimmen lassen. das mittel: unruhe stiften und dabei wahlzettel der orangenen zerreißen.
trotz eines zerrissenen wahlzettels und damit einer stimme verlust, schaffte es arseni zum parlamentssprecher gewählt zu werden. das ist ja gerade noch mal gut gegangen.
doch das böse schläft nicht...

Keine Kommentare: