Weiß nicht, warum manche Menschen Frankfurt hässlich finden. Wir waren dort 2 volle Tage, und ich habe von erwarteter Hässlichkeit nichts bemerkt.
Erstens muss man sagen, dass die Alte Stadt in Frankfurt tatsächlich in dem 2. Weltkrieg ziemlich beschädigt wurde, und nicht ganz aufgebaut. Es gibt also, wie ihr schon aus den Photos entnehmen könntet - Wolkenkratzer und auch alte Häuser. Und ich muss Euch sagen, dass korrespondiert mit einander ganz gut! Frankfurt bekommt dadurch, meiner Meinung nach, so eine unvergleichbare Atmosphäre einer Mischung, die dem Wort HEUTE in der Architekturgeschichte entspricht.
Ich hoffe ich werde hier keinen beleidigen, wenn ich gestehe, dass viele Städte in Europa für mich ...manchmal ziemlich gleich aussehen. Nein, es gibt natürlich Leipzig und Prag, die man nicht verwechseln kann, aber sonst ist die Alte Stadt überall einfach alte Stadt für mich. Interessante, ja, aber manchmal verwechselbare. Oder ist es vielleicht eine "touristische" Meinung einer, die nicht Wochenlang in den besuchenden Städten lebt? Ebenfalls habe ich so ein Gefühl. Für mich sind es meistens die Merkmale der Stadt interessant, die auf seine Geschichte oder Einzigartigkeit verweisen. Alte Mauer in Templin, oder Berlin als ganzes, zum Beispiel.
Wir sind nach Frankfurt Main mitten in der Woche gefahren, da wir da meinen Cousin (den ich aber Bruder nenne, wie wir alle, die aus Slawischen Ländern kommen) getroffen haben.

Er war dort auf einer Musik Messe. In Moskau, wo er lebt arbeitet er bei einer Firma, die Musik-Instrumente verkauft.
Was in dieser Reise ziemlich lustig war - wir hatten keine Entschlossenheit, genauer gesagt Gewissheit, was wir machen, und vor allem wo wir schlafen. Am Tag vor der Reise habe ich erfahren, dass die
Familie bei der meine Freundin in
Frankfurt lebt, und wo wir auch übernachten sollten, ein Unglück hat. Uns es war klar, dass wir in Frankfurt uns etwas suchen sollen, und es war ziemlich unmöglich etwas zu finden: alles war voll. Die Touristik-Managerin am Bahnhofsschalter, die mir den Stadtplan gegeben hat, hat mir auch die MÖGLICHE Hostels "in der Nähe" von Frankfurt genannt - ihrem Vorschlag nach, könnten wir gern in Darmstadt und sonst wo übernachten, das ist ja alles so nah, und ist mit OffiS erreichbar. Wir haben uns ernsthaft überlegt auch Darmstadt zu besuchen. Haben aber zuerst ordentlich die Stadt angeschaut.
Eine sehr interessante, wie gesagt, Stadt, mit einem schönem Rathaus (wo man die Deutsche Fußballmannschaft nach ihren dreifachen Großerfolgen bei der WM gefeiert hat). Was an der Stadt auch auffällig war, sind die Leute gewesen, die wir unterwegs gesehen haben. Sie alle liefen durch die Straßen in Anzügen und meistens mit Krawatten (für Berlin undenkbar!), und liefen auch bei Rot. Die Volksweisheit, dass Zeit - Geld ist könnte man einfach auf der Straße ins Leben gerufend sehen. Ja, das waren die ganzen Geschäftsmänner, die sehr mit ihren Geschäften beschäftigt waren. Was mich wunderte: fast keiner davon hatte Unterlagen dabei. Alle waren ohne Taschen. Manche mit Eis, manche auf einer Bank, oder spazierend, oder wie gesagt, laufende. Da sollte ich ernsthaft überlegen, ob die Arbeit in einem Büro soooooo unfrei ist, wie man es sich eben so vorstellt. Also in Frankfurt schon mal nicht.
Unangenehm waren für mich dabei die großen Mengen allermöglichen Sexshops und sonstigen Anstalten in diese Richtung. Nicht weil ich gegen das Thema bin, um Gottes willen. Aber wegen einer Kalkulation: am Tag beträgt sie Stadtbevölkerung in Frankfurt 1 Mln., in der Nacht sind es nur 600 000 Menschen. Das heißt, 400 000, die dort Geschäfte machen, fahren dann auch nach Hause. Mit oder ohne Besuch in der oben erwähnten Anstalt...nein, das geht mich natürlich gar nicht an, aber irgendwie ist es ins Auge gestoßen. Wie es im Leben das Gesetz "Angebot auf Anfrage" so aussieht.
Ungefähr um 14 Uhr, als wir uns gerade ernsthaft überlegt haben, wie wir es uns gemütlich am Abend auf dem Bahnhof machen könnten, und ob wir nicht früher nach Hause fahren sollten, habe ich einen Anruf bekommen, der unsere Probleme einfach gelöst hat. Uns hat meine bekannte Theologin, die ich mal durch Kiew geführt habe, eingeladen bei ihr zu übernachten. Eine hochintelligente, und sehr interessante Frau, die vor kurzem Oma geworden ist, sie hat uns so lieb aufgenommen! In ihrer großen schönen Wohnung im Zentrum von Frankfurt fühlten wir uns wie in Paradies. Bei ihr haben wir einen schönen Abend verbracht, und uns über allermögliche Themen - von Kunst und Literatur bis Politik unterhalten.
Am nächsten Tag haben wir dann von 200 Meter höhen Wolkenkratzer noch mal die Stadt angeschaut, und alte Oper für uns entdeckt. Doch, doch, eine sehr schöne Stadt, kann ich nur empfehlen.
Als letzes waren wir noch in "Palmengarten", und haben super interessante Pflanzen in den Räumen entdeckt, die als "Savanne" und "Dorn Wald", oder noch was, sehr lebendig simuliert waren. In "Madagaskar" Raum war es besonders heiß - wir haben dann entschlossen erstmals keine Reise nach dort zu unternehmen.

Es ist vielleicht nicht zu sehen, aber dieser Kaktus ist einfach Hypergrop, gigantisch, kann man sagen
Auch im Palmengarten Zu Hause schon haben wir eine wunderschöne Postkarte von Saschas Omi bekommen mit dem Überschrift "Ein bisschen Leipzig, das braucht der Mensch". Zu Ostern fahren wir dahin, und ich möchte auch zu diesem Ostern ein ukrainisches Osternbrot mitnehmen, was man bei mir zu Hause ißt - "Paskha". Es ist süß, und ganz lecker - hoffentlich gefählt es hier auch.
sl