Mittwoch, 26. September 2007

heute in der u-bahn

ich fahre zu einer ungünstigen zeit zur arbeit. circa halb 11. ich mache das um den berufsverkehr zu vermeiden und weil ich morgens so viel zu tun habe und ... naja, ok, ich mache es weil ich lange schlafen will.
dummerweise gibt es auch andere leute, die gern lange schlafen. das sind zum einen mütter mit kleinkindern und zum anderen die letzten deutschen ureinwohner des weddings, auch "assideutsche" genannt. heute traf ich wieder so ein exemplar. ich kannte ihn schon, allerdings hält er sich nicht vor dem PLUS am leopoldplatz auf, weshalb ich ihn mal als "fremden" bezeichnen möchte.

er stieg in die bahn und fing sofort mit reden an: "ham sie vielleicht etwas geld geld ham sie vielleicht!". diesen satz(?) wiederholte er immer wieder, ohne punkt und komma. seltsamerweise hat er sich dabei nicht vorwärts bewegt, d. h. er wollte es wirklich wissen! ein alter mann (vermutlich auch spätaufsteher) hatte seine nerven nach zwei stationen nicht mehr im griff und wollte den typ unterbrechen. und es kam, was kommen mußte: der typ wurde lauter. und der alte wurde unruhiger und begann wild zu gestikulieren. ich hatte kopfhörer auf und verstand nur das geschrei des fremden.

schließlich hat sich ein junger araber erbarmt und dem typ 50 cent oder sowas in den pappbecher geworfen. und es kam, was kommen mußte: der typ änderte die strategie: "ham sie vielleicht auch etwas geld geld zum trinken vielleicht!". immer wieder und wieder und wieder. der alte konnte nicht mehr und fing nun auch an zu schreien!
und so standen sie sich gegenüber, auge in auge, vollkommen überzeugt von sich und ihrem recht in der u-bahn zu schreien. leider mußte ich am zoo aussteigen.

Montag, 24. September 2007

frühstück mit peter

am wochenende war mal wieder peter bei mir. wir wollten in die russendisko, denn peter ist im moment so etwas wie ein party-nomade (aber daraus wurde dann nichts). manche würden auch sagen er ist ein vagabund, denn peter hat immer seinen schlafsack dabei und übernachtet, wo platz ist. aber peter ist sozusagen der peter pan unter den schlafsackvagabunden, denn er bezahlt dafür mit eiern und kaffee. (das er dafür seine mutti ausgeraubt hat, ist eine andere sache)
leider hat peter bald wieder eine eigene wohnung und das bedeutet, ich muß auf das sonntägliche frühstück, an daß ich mich schon so gewöhnt habe, wieder verzichten.

Mittwoch, 5. September 2007

das semester ist vorbei

letzte woche habe ich endlich meine hausarbeit abgegeben ("signalentdeckungstheorie"), seit wochen habe ich mich damit gequält. es war gar nicht mehr viel zu tun, aber es fehlte die entscheidende verbindung der zwei schwerpunkte in meiner arbeit. und dazu mußte man sich wirklich mal gedanken machen und endlich die hosen runterlassen, dumm rumgelabert und in der fachliteratur schmarotzt hatte ich schon genug, - was war meine persönliche einschätzung? ich wußte es nicht. ich hatte schon während der literaturphase festgestellt, daß mir mein thema ziemlich am a**** vorbeiging. aber ich war jung und brauchte den schein!

und jetzt hab ich ihn. genauso wie den für die projektarbeit, die ich ebenfalls in einer nacht-und-nebelaktion fertiggestellt habe. leider war der dozent mit meiner rechtschreibung, genauer mit der groß-kleinschreibung, nicht einverstanden. eigentlich kann man sagen, daß ich in der dokumentation zu meinem projekt gar keine groß-schreibung verwendet habe. ich nehme an die mutter des dozenten ist deutsch-lehrerin oder sowas...
(obwohl, moment, meine ja auch!)

im prinzip sieht es also so aus als wäre ich fertig. wenn da nicht das problem mit den fehlenden scheinen wäre. es war alles so perfekt ausgeklügelt. es sollte genau passen. dumm nur, daß ich einiges nie abgeholt bzw. bekommen haben. und jetzt muß ich dem hinterherlaufen.
nur, bevor ich meine TA-prüfungen nicht gemacht habe, sind die scheine mein kleinstes problem. apropos prüfungen, im moment brüte ich daran, wie ich mit möglichst wenigen und möglichst leichten prüfungen zum erfolg komme... einige unliebsame fächer bin ich durch glückliche fügungen des schicksals ja schon losgeworden.

und wenn alles gemacht ist, kommt die magisterarbeit. d. h. anfagen werde ich damit wahrscheinlich schon im oktober, aber ich kann sie erst anmelden, wenn ich den rest habe. das ist also so eine halb-legale geschichte, die bei uns am institut inzwischen gang und gäbe ist. die sind sowieso froh, wenn sie uns magisterstudenten mit der zeit nach und nach loswerden. gut so...