

am sonntag hat tom uns seiner neuen leidenschaft vorgestellt: den füchsen berlin, die handballabteilung der reinickendorfer füchse. alles was ich bis jetzt über die füchse wußte: ewig zweite liga, jetzt bundesliga und sie haben einen ägypter, der ständig ramadan macht. so oder so ähnlich kommt es einem vor, wenn man ab und zu in den tagesspiegel schaut, denn dort spielen die füchse keine rolle. aber jetzt weiß ich bescheid, denn tom hat uns alles eingeimpft was wichtig ist: "unsere" farben sind gelb und lila, jedes spiel ist WICHTIG und der ägypter eine flasche.
selbst ich als laie konnte feststellen, daß diese drei dinge stimmten. handball ist ganz anders als fußball (ja, auch das ist mir aufgefallen). erstens ist es ziemlich laut und damit meine ich nicht nur das publikum, sondern vor allem die beschallungsanlage. jeder halbwegs wichtige spielzug wird vom hallensprecher lautstark kommentiert. die stimmung entsteht nicht in der kurve, sondern wird vom hallensprecher vorgegeben. zur not singt er eben auch selbst, solange bis alle mitmachen. zum weiteren repertoire des hallensprechers gehören das anfeuern des cheerleader und das abspielen sämtlicher ballermann-hits der letzten zehn jahre.
kommen wir zum nächsten punkt: die spielunterbrechungen. spielunterbrechungen sind DJ-ötzi-zeit und die cheerleader zeigen was sie können. und das ist in der tat ziemlich beeindruckend, das sich dabei noch keiner den hals gebrochen hat, erstaunt mich.
das spiel ist praktisch ständig unterbrochen. die spieler berühren sich auch ständig und ziehen und zerren aneinander. es ist auch nicht so, daß man da genau hingucken müßte, anfassen gehört einfach dazu. komisch nur das dann manchmal abgepfiffen wird. warum weiß ich nicht. wegen zu viel anfassen vielleicht?! kann eigentlich nicht sein. naja, der fachmann wirds wissen.
das interessanteste sind die zeitstrafen. die kommen genauso plötzlich und unerklärlich wie alles andere. also für mich unerklärlich (und ich glaube auch für anne und eric). aber der kleine junge vor uns wußte bescheid und hat uns auch mal aufgeklärt. alles klar dachte ich. der denkt bestimmt wir sind total uncool. haben keine ahnung. und dieser kleine scheißer hatte recht.
amtliches endergebnis: 31:26 für die füchse. ach ja, einen gegner gab es ja auch noch: TUSEM essen, letzter der liga und zwischenzeitlich auch mal dominierende mannschaft des spiels.
am ergebnis sieht man auch schon das gute am handball: die tore. es gibt so viele, daß man im prinzip ständig was bejubeln kann. dumm nur, wenn man beim jubeln in eine gewisse routine verfällt und dann fröhlich jedes tor beklatscht. das kommt nicht bei jedem auf der tribüne gut an.
ich gehe bestimmt wieder hin. war lustig.
1 Kommentar:
na siehts de!
Wunderbar, wann sehen wir uns wieder da? Es gibt ja noch drei Spiele für 6,66€. ich würde mich freuen. Und ein wenig zu den Regeln kann ich dir auch sagen.
Gruß Füchsi
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