die rückfahrt war eine 31-stündige strapaze. ich will nicht behaupten, daß es ein horrortrip war, uns ist schließlich nichts wesentliches widerfahren, aber insgesamt betrachtet war es doch eine fortwährende enttäuschung.
es fing damit an, daß wir nicht mit dem direkten zug fahren konnten und somit einen umweg über warschau nehmen mußten. dort wollten wir tickets für einen zug nach berlin kaufen. wir kamen also am kiewer hauptbahnhof an und verabschiedeten uns von sashas mama und noch einer freundin.
erste feststellung im abteil: es tropft unablässig von der decke. gleich an mehreren stellen und so, daß die bettlaken unweigerlich naß werden. allerdings wußte das zugpersonal bereits von dem problem und wir waren wohl auch nicht die einzigen. man versuchte uns mit der erklärung zu beruhigen, daß es sich nur um kondenswasser handelt. naja, hat nicht geklappt.
einer der wagonbegleiter hat sich dann auch an die arbeit gemacht und die decke des abteils aufgeschraubt. neben einem kleinen schwall wasser und einem stück styropor kamen vor allem allerhand lose bauteile der eingeweide des zuges zum vorschein.
um es kurz zu machen, das problem wurde damit behoben, daß irgendwelche fußmatten ins dach gestopft wurden. keiner ist während der fahrt naß geworden.
zufällig hatten wir ein vierer-abteil für uns zwei allein. kurz vor der polnischen grenze gesellte sich allerdings eine frau dazu. darüber will ich mich auch gar nicht beschweren, obwohl wir lieber allein geblieben wären, aber wie es das schicksal will, war diese frau selbstverständlich eine zigarettenschmugglerin. als sie schließlich damit begann ihre zigarettenstangen sorgfältig in nylonstrümpfe zu verpacken und begann die verkleidung unseres abteils zu demontieren, war an schlaf nicht mehr zu denken.
zunächst waren die liegen dran. hochgeklappt, bezug abgerissen, zigaretten rein und mit einem tacker wieder zugetackert. als nächstes waren sämtliche wand- und deckenverkleidungen dran die sich öffnen ließen (dafür hatte die frau einen sehr professionellen schlüssel), unter anderem auch die decke des abteils. klar, als erstes fiel uns eine nasse fußmatte auf den kopf, danach regnete es styroporflocken. c novym rokom!
es fing damit an, daß wir nicht mit dem direkten zug fahren konnten und somit einen umweg über warschau nehmen mußten. dort wollten wir tickets für einen zug nach berlin kaufen. wir kamen also am kiewer hauptbahnhof an und verabschiedeten uns von sashas mama und noch einer freundin.
erste feststellung im abteil: es tropft unablässig von der decke. gleich an mehreren stellen und so, daß die bettlaken unweigerlich naß werden. allerdings wußte das zugpersonal bereits von dem problem und wir waren wohl auch nicht die einzigen. man versuchte uns mit der erklärung zu beruhigen, daß es sich nur um kondenswasser handelt. naja, hat nicht geklappt.
einer der wagonbegleiter hat sich dann auch an die arbeit gemacht und die decke des abteils aufgeschraubt. neben einem kleinen schwall wasser und einem stück styropor kamen vor allem allerhand lose bauteile der eingeweide des zuges zum vorschein.
um es kurz zu machen, das problem wurde damit behoben, daß irgendwelche fußmatten ins dach gestopft wurden. keiner ist während der fahrt naß geworden.
zufällig hatten wir ein vierer-abteil für uns zwei allein. kurz vor der polnischen grenze gesellte sich allerdings eine frau dazu. darüber will ich mich auch gar nicht beschweren, obwohl wir lieber allein geblieben wären, aber wie es das schicksal will, war diese frau selbstverständlich eine zigarettenschmugglerin. als sie schließlich damit begann ihre zigarettenstangen sorgfältig in nylonstrümpfe zu verpacken und begann die verkleidung unseres abteils zu demontieren, war an schlaf nicht mehr zu denken.
zunächst waren die liegen dran. hochgeklappt, bezug abgerissen, zigaretten rein und mit einem tacker wieder zugetackert. als nächstes waren sämtliche wand- und deckenverkleidungen dran die sich öffnen ließen (dafür hatte die frau einen sehr professionellen schlüssel), unter anderem auch die decke des abteils. klar, als erstes fiel uns eine nasse fußmatte auf den kopf, danach regnete es styroporflocken. c novym rokom!

weitere einzelheiten der schlaflosen nacht im zug will ich hier nicht ausmalen. bilder sagen ohnehin mehr als tausend worte. das bett, in dem die dicke frau da rücklings unter der decke schwebt, ist übrigens meins.
auch in warschau sollten wir nicht so recht glücklich werden. wir kamen 7 uhr an. der nächste zug fuhr 7:25. eigentlich perfekt. nur erst mußten wir herausfinden wie teuer der zug ist, damit wir dementsprechend geld tauschen. der bahnhof in warschau ist scheiße. er besteht aus einem endlosen gewirr unterirdischer gänge. man kommt sich vor wie in einem ameisenbau. wir mußten die höhle der königin finden, das herz des systems, das zentrum. sprich, den ort, an dem groß "informacje" stand.
nach mehreren unglücklichen entscheidungen im labyrinth der unterirdischen tunnel fanden wir die halle. "informacje" fanden wir auch. leider war die einzige informacje, die wir an der "informacje" bekamen, die, daß wir uns unsere informacje woanders holen sollten. tolle informacje. informacje auf polnisch. verarschje sozuagen.
tja, die informacje war letztendlich, daß im nächsten zug nur noch 1. klasse frei war. das wollten wir nicht, also haben wir uns entschlossen auf den zug um 11:25 zu warten. was macht man am bahnhof, wenn man nichts zu tun hat? richtig, man geht zu McDonalds. leider haben wir McDonalds nicht sofort gefunden und waren zunächst in einer "kuchnia polska".
was soll ich sagen?! die polnische küche ist eine ganz, ganz arme. wenn man danach geht, was uns dort geboten wurde. ein borschtsch, der nur aus rotem wasser bestand. darin schwammen pelmeni (das kenne ich irgendwie anders!). ein fades brötchen, plastikbesteck, kaffeetassen aus plastik, pappteller, eine schaumstoffschüssel für die suppe, europäische preise. sehr europäische preise. der hunger trieb es rein.
der hunger trieb uns dann auch noch zu McDonalds. erstens waren wir noch nicht zufrieden mit unserem frühstück in polen, zweitens hatten wir noch dreieinhalb stunden zeit. über die eigenheiten des polnischen double-cheeseburgers habe ich an anderer stelle ja schon einmal berichtet, sonst gibt über es das polnische McDonalds nicht viel zu berichten, außer daß ich das menu wirklich nicht verstanden habe. ich dachte immer die burger wären auf der ganzen welt die gleichen. falsch. in polen heißen alle burger grundsätzlich schon mal "kanapki", oder so, und dort (bei McDo) hatte jeder kanapki so einen namen wie etwa "McMuffin Prszcz". und die saucen waren auch ganz komisch. die pommes waren aber prima und ich war total satt.
wir hatten immer noch 3 stunden. die haben wir mit lesen verbracht und wurden dabei eigentlich nur durch den alkoholgeruch im McDonalds gestört. eine schlafende prostituierte hatte eine tüte mit wein fallen gelassen und niemand sah sich genötigt das aufzuwischen. am wenigsten die dame selbst, sie ging einfach. 30 minuten später kam sie mit einer neuen flasche zurück, setzte sich wieder, trank ab und zu, und schlief.
noch nicht genug von der reise? wir inzwischen schon. leider stellte sich heraus, daß das abteil, für das wir platzkarten hatten, abgeschlossen war. toll. das fängt ja prima an, dachte ich mir (oder ging es einfach nur prima weiter?). wo ist der schaffner?! ich will eine informacje!!!
irgendwann kam er und endlich kehrte ruhe ein. bis die spielenden kinder auftauchten. es war wie im film, eine pointe jagte die nächste. beziehungsweise, ein kind jagte das nächste.
zwei rüpelhafte 3-jährige, die auf den klappsitzen herumsprangen und unermüdlich den gang auf- und abrannten um sich bei der nächstbesten gelegenheit irgendwo fallen zu lassen; dazu deren mutter, die zwar still war, die mich aber schon wegen ihrer unfähigkeit die jungs in schach zu halten nervte; außerdem zwei schweigende mädchen, die aber auch ständig herumliefen und schüchtern in unser abteil glotzten; diverse muttis mit kind, die spazieren gehen; und nicht zu vergessen, der mann mit den kanapki - das waren unsere begleiter für die letzten sechs stunden unserer reise.
auch in warschau sollten wir nicht so recht glücklich werden. wir kamen 7 uhr an. der nächste zug fuhr 7:25. eigentlich perfekt. nur erst mußten wir herausfinden wie teuer der zug ist, damit wir dementsprechend geld tauschen. der bahnhof in warschau ist scheiße. er besteht aus einem endlosen gewirr unterirdischer gänge. man kommt sich vor wie in einem ameisenbau. wir mußten die höhle der königin finden, das herz des systems, das zentrum. sprich, den ort, an dem groß "informacje" stand.
nach mehreren unglücklichen entscheidungen im labyrinth der unterirdischen tunnel fanden wir die halle. "informacje" fanden wir auch. leider war die einzige informacje, die wir an der "informacje" bekamen, die, daß wir uns unsere informacje woanders holen sollten. tolle informacje. informacje auf polnisch. verarschje sozuagen.
tja, die informacje war letztendlich, daß im nächsten zug nur noch 1. klasse frei war. das wollten wir nicht, also haben wir uns entschlossen auf den zug um 11:25 zu warten. was macht man am bahnhof, wenn man nichts zu tun hat? richtig, man geht zu McDonalds. leider haben wir McDonalds nicht sofort gefunden und waren zunächst in einer "kuchnia polska".
was soll ich sagen?! die polnische küche ist eine ganz, ganz arme. wenn man danach geht, was uns dort geboten wurde. ein borschtsch, der nur aus rotem wasser bestand. darin schwammen pelmeni (das kenne ich irgendwie anders!). ein fades brötchen, plastikbesteck, kaffeetassen aus plastik, pappteller, eine schaumstoffschüssel für die suppe, europäische preise. sehr europäische preise. der hunger trieb es rein.
der hunger trieb uns dann auch noch zu McDonalds. erstens waren wir noch nicht zufrieden mit unserem frühstück in polen, zweitens hatten wir noch dreieinhalb stunden zeit. über die eigenheiten des polnischen double-cheeseburgers habe ich an anderer stelle ja schon einmal berichtet, sonst gibt über es das polnische McDonalds nicht viel zu berichten, außer daß ich das menu wirklich nicht verstanden habe. ich dachte immer die burger wären auf der ganzen welt die gleichen. falsch. in polen heißen alle burger grundsätzlich schon mal "kanapki", oder so, und dort (bei McDo) hatte jeder kanapki so einen namen wie etwa "McMuffin Prszcz". und die saucen waren auch ganz komisch. die pommes waren aber prima und ich war total satt.
wir hatten immer noch 3 stunden. die haben wir mit lesen verbracht und wurden dabei eigentlich nur durch den alkoholgeruch im McDonalds gestört. eine schlafende prostituierte hatte eine tüte mit wein fallen gelassen und niemand sah sich genötigt das aufzuwischen. am wenigsten die dame selbst, sie ging einfach. 30 minuten später kam sie mit einer neuen flasche zurück, setzte sich wieder, trank ab und zu, und schlief.
noch nicht genug von der reise? wir inzwischen schon. leider stellte sich heraus, daß das abteil, für das wir platzkarten hatten, abgeschlossen war. toll. das fängt ja prima an, dachte ich mir (oder ging es einfach nur prima weiter?). wo ist der schaffner?! ich will eine informacje!!!
irgendwann kam er und endlich kehrte ruhe ein. bis die spielenden kinder auftauchten. es war wie im film, eine pointe jagte die nächste. beziehungsweise, ein kind jagte das nächste.
zwei rüpelhafte 3-jährige, die auf den klappsitzen herumsprangen und unermüdlich den gang auf- und abrannten um sich bei der nächstbesten gelegenheit irgendwo fallen zu lassen; dazu deren mutter, die zwar still war, die mich aber schon wegen ihrer unfähigkeit die jungs in schach zu halten nervte; außerdem zwei schweigende mädchen, die aber auch ständig herumliefen und schüchtern in unser abteil glotzten; diverse muttis mit kind, die spazieren gehen; und nicht zu vergessen, der mann mit den kanapki - das waren unsere begleiter für die letzten sechs stunden unserer reise.
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